Geheime Botschaft: Neue Erkenntnisse zum Voynich-Manuskript

Das Voynich-Manuskript

Es gilt als das mysteriöseste Stück Papier der Welt: das Voynich-Manuskript. An dem Pergament aus dem Mittelalter verzweifeln die besten Wissenschaftler. Was darin steht, weiß niemand. Das Manuskript ist über 500 Jahre alt und in einer unbekannten Sprache und Schrift verfasst. Die enthaltenen Zeichnungen sind Anlass für die wildesten Spekulationen. Manche halten das Dokument auch für eine Fälschung. Nun wollen Forscher mit einer Computeranalyse entdeckt haben, dass das Manuskript in der Tat eine geheime Botschaft enthält.

Es geht um nichts geringeres als eines der letzten großen Rätsel der Menschheit. Das 240-Seiten starke Voynich-Manuskript konnten Jahrhunderte lang selbst die besten Kryptografen nicht entschlüsseln. Das Pergament, benannt nach dem Mann, der es 1912 erwarb, ist in einer Sprache und Schrift verfasst, die in keinem anderen Schriftstück je auftauchte. Mit Hilfe von Radiokarbontests wurde es auf den Anfang des 15. Jahrhunderts datiert, es soll aus Norditalien stammen. Erstmals tauchte das Pergament im 17. Jahrhundert auf. Die 104 Abbildungen verweisen auf anatomische, astronomische und botanische Inhalte, sie zeigen zum Beispiel unbekannte Pflanzen und nackte Frauen.

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Manche Experten halten das rätselhafte Dokument für eine Fälschung aus dem 16. Jahrhundert, andere vermuten dahinter ein mysteriöses Geheimnis. Nun will der Physiker Marcelo A. Montemurro von der Universität Manchester eine geheime Botschaft in der Schrift entdeckt haben. „Bisher konnte niemand das Voynich-Manuskript knacken, nicht einmal die besten Dechiffrierungs-Spezialisten des Zweiten Weltkriegs“, sagt der Wissenschaftler. „Aber nur weil es bisher nicht entschlüsselt werden konnte, heißt das nicht, dass es keine Botschaft enthält.“ Jahrelang hat der Wissenschaftler das Dokument und dessen Sprachmuster mit Methoden der Informationstheorie analysiert, nach wichtigen Schlüsselwörtern gesucht. Und er wurde fündig, wie er sagt.

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Im Voynich-Manuskript fand er mittels einer Computeranalyse diverse Sprachmuster und etwa 30 Wortkombinationen. Diese Sprachformen hätte man so im 16. Jahrhundert niemals fälschen können, davon ist Montemurro entgegen der Meinungen seiner Kritiker überzeugt. Bestimmte Wörter treten zudem immer wieder in Kombination mit ausgewählten Illustrationen auf.


Lesen kann Montemurro das Manuskript dennoch nicht - noch nicht. „Es bleibt weiterhin die Frage, mit welcher Methode der Text verschlüsselt und dessen Botschaft versteckt wurde“, erklärte der Forscher. Um den Entschlüsselungscode zu finden, benötige er noch mehr Daten und weitere Recherche. Aber Montemurro ist sich nun sicher: Das Geheimnis des Voynich-Manuskripts kann gelüftet werden.

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