Am 1. Juli wird eine Schaltsekunde eingefügt

Funkuhren stellen sich automatisch um

Der erste Tag im Juli ist in diesem Jahr eine Sekunde länger als die anderen Tage des Jahres. In der Nacht zum 1. Juli wird in die Weltzeit (UTC) und unsere Mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ) wieder eine Schaltsekunde eingefügt, wie die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) am Donnerstag in Braunschweig mitteilte. Hintergrund ist demnach, dass die leicht unregelmäßige Erddrehung verglichen mit den hochgenauen Atomuhren ein nach heutigen Maßstäben nicht mehr ausreichend stabiles Zeitmaß liefert.

Deshalb folgt nun am 1. Juli auf 01.59.59 Uhr MESZ erst 01.59.60 Uhr und dann erst 02.00.00 Uhr. Uhren, die die gesetzliche Zeit anzeigen sollen, müssen also für eine Sekunde angehalten werden. Besitzer von Funkuhren brauchen sich um nichts zu kümmern - die PTB baut die Schaltsekunde in die von ihr verbreiteten Zeitsignale ein. Die 25. Schaltsekunde seit dem 1. Januar 1972 wurde vom Internationalen Erd-Rotations-Service (IERS) in Paris angeordnet.