Am 1. Juli wird eine Schaltsekunde eingefügt

AFP14. Juni 2012
Uhr des Orsay-Museums in Paris
Der erste Tag im Juli ist in diesem Jahr eine Sekunde länger als die anderen Tage des Jahres. Der Grund: An 1. Juli wird wieder eine Schaltsekunde eingeführt, die Unregelmäßigkeiten in der Erdrotation ausgleichen soll. (Archivbild)

Der erste Tag im Juli ist in diesem Jahr eine Sekunde länger als die anderen Tage des Jahres. In der Nacht zum 1. Juli wird in die Weltzeit (UTC) und unsere Mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ) wieder eine Schaltsekunde eingefügt, wie die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) am Donnerstag in Braunschweig mitteilte. Hintergrund ist demnach, dass die leicht unregelmäßige Erddrehung verglichen mit den hochgenauen Atomuhren ein nach heutigen Maßstäben nicht mehr ausreichend stabiles Zeitmaß liefert.

Deshalb folgt nun am 1. Juli auf 01.59.59 Uhr MESZ erst 01.59.60 Uhr und dann erst 02.00.00 Uhr. Uhren, die die gesetzliche Zeit anzeigen sollen, müssen also für eine Sekunde angehalten werden. Besitzer von Funkuhren brauchen sich um nichts zu kümmern - die PTB baut die Schaltsekunde in die von ihr verbreiteten Zeitsignale ein. Die 25. Schaltsekunde seit dem 1. Januar 1972 wurde vom Internationalen Erd-Rotations-Service (IERS) in Paris angeordnet.

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