1. Mai in Berlin: Für die Polizei gilt am 1. Mai der "Befehl Nummer 1"

Zahleiche Kundgebungen, Demonstrationen und Feste beschäftigen die Polizei am verlängerten Mai-Wochenende.

Tausende Polizisten mit Helm und Einsatzanzug in Kreuzberg und unzählige Fahrzeugkolonnen, die mit eingeschaltetem Blaulicht durch die Stadt fahren: Das ist das Bild, das sich in Berlin alljährlich am 1. Mai bietet. Nicht sichtbar sind Hunderte von Beamte, die an diesem Tag hinter den Kulissen agieren und ohne die kein Großeinsatz denkbar wäre. Festgelegt sind die Aufgaben, Tätigkeiten und Vorgehensweisen aller eingesetzten Kräfte in einem umfassenden Einsatzkonzept mit der behördeninternen Bezeichnung "Befehl Nummer 1 für die polizeilichen Maßnahmen am 30. April und am 1. Mai".

Je nach erwarteter Lage kann das Konzept mit allen Anlagen schon mal 100 Seiten umfassen. Es wird als vertraulich eingestuft, aber Außenstehende können ohnehin wenig mit dem Inhalt anfangen, angesichts der vielen kryptischen Begriffe und Abkürzungen. Das beginnt schon mit der seitenlangen Auflistung aller Einheiten, die im Einsatz sind. Dieser ist zu entnehmen, dass Schleswig-Holstein die Berliner Polizei mit drei AHu und einer TEE unterstützt, die Bundespolizei mehrere BeFE bereitstellt, Thüringen unter anderem einen SoWaZ nach Berlin schickt, Nordrhein-Westfalens Polizisten mit eigenem FüSta angereist sind. Festgelegt ist auch, wann und wo Führungskräfte der Einsatzleitung die VorBefSt beziehen.

Die die es betrifft, wissen natürlich, dass die Abkürzungen für Abteilungshundertschaften (AHu), Technische Einsatzeinheiten (TEE), Beweissicherungs- und Festnahmeeinheiten (BeFE), Sonderwagenzüge mit Wasserwe...

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