1. Mai in Berlin: So feierten Tausende friedlich beim Myfest in Kreuzberg

Kreuzberger Anwohner und Bürgerinitiativen feiern zum 15. Mal ein Fest am 1. Mai. Mehr als 35.000 Besucher füllen die Straßen.

War da mal was? War der 1. Mai nicht mal ein politischer Feiertag? Mit dieser Frage scheint sich niemand aufzuhalten, der am Montag in Kreuzberg zum Myfest unterwegs ist. Die Menschen wollen Spaß, sie wollen essen und trinken und möglichst laute Musik hören. Der Kiez rund um den Mariannenplatz gleicht bereits gegen 15 Uhr einer riesigen Partymeile – mit dabei sind viele Touristen. Vor allem Spanisch und Englisch sind zu hören.

In diesem Gewimmel wirkt eine rote Fahne fast schon etwas seltsam, auch wenn sie geradezu fröhlich im Wind weht mitten auf der Wiese im Görlitzer Park. Stanislav und Mark aus Tempelhof halten sie umschichtig fest. Beide sitzen etwas erschöpft im Gras. Sie waren schon vormittags zur Demonstration auf dem Alexanderplatz und wollen später noch mitmachen, wenn die Linken losmarschieren. Beide sind 23 Jahre alt. Stanislav studiert, Mark macht eine Ausbildung. Menschen ihres Alters hätten es nicht so leicht, sagen sie. Viele würden neben dem Studium oder der Ausbildung arbeiten müssen, um über die Runden zu kommen und zum Beispiel die Miete zahlen zu können. Günstige Wohnungen gebe es immer weniger. "Die Leute sind müde und haben keine Zeit zum Demonstrieren", sagt Mark. Ein friedliches Myfest sei schließlich auch politisch, finden beide.

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