100.000 Mal Günther Jauch: "Eine der größten Gaga-Bewerbungen, die wir jemals hatten"

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Wahnsinn wurde belohnt, Vertrauen enttäuscht: In Folge 3 der "Wer wird Millionär?"-Eventwoche, bei der es erstmals um satte drei Millionen Euro geht, gab's eine Achterbahn der Gefühle. Und dann war da noch der Kandidat, der es dank eines irren Rekordes in die RTL-Sendung geschafft hatte.

Enttäuscht, aber tapfer: Dany Philipp Schmidt (links) lächelt neben Günther Jauch. (Bild: RTL / Stefan Gregorowius)
Enttäuscht, aber tapfer: Dany Philipp Schmidt (links) lächelt neben Günther Jauch. (Bild: RTL / Stefan Gregorowius)

"Sind Sie wahnsinnig?" - "Wer wird Millionär?"-Moderator Günther Jauch (65) konnte es nicht fassen, dass es Realschullehrer Timo Zang (35) tatsächlich riskiert hatte, von einem 125.000-Euro-Gewinn auf 500 Euro zurückzufallen. Und mehr noch: Auch der Einzug ins Finale der erstmals stattfindenden "3-Millionen-Euro"-Woche wäre im Falle eines Absturzes verbaut gewesen. Um den Rekord-Jackpot darf nur mitzocken, wer mindestens 16.000 Euro erspielt.

Sicher war sich der Kandidat nämlich keineswegs, dass es der erste Bergsportverein war, der 1857 in London gegründet worden war. Lediglich sein Gefühl schloss den Kleingarten-, Karnevals- und Schützenverein aus. Immerhin: Danach sah Timo Zang ein, dass er sein Glück im Grunde schon "überreizt" hatte und zockte bei der anschließendes Millionenfrage kein weiteres Mal. Tatsächlich wäre die richtige Antwort - das am Ende von "Rotkäppchen" ein weiterer Wolf erwähnt wird - nur seine zweite Wahl gewesen, er hätte fälschlicherweise auf den Jägermeister getippt.

Dank Rekord auf Jauchs Kandidatenstuhl

Fachkrankenpfleger Michael Wählen (39) drohte bereits deutlich früher zu scheitern: bei der 50-Euro-Frage. "Jetzt haben wir auch schon den Salat, ich versteh' die Frage nicht!" Zum Glück war die Verwirrung nur von kurzer Dauer, denn als er sich den Text noch einmal laut vorlas, war ihm schnell klar: "Wer seinen Besuch ankündigt, der ... will kommen" (und nicht etwa "guten tag", "grüß gott" oder "herein spaziert"). Im Anschluss schlug er sich tapfer mithilfe seiner Joker bis zur 32.000-Euro-Frage durch, die ihm sein Telefonjoker leider nicht beantworten konnte - der IT-Begriff "Proxy" steht für "Stellvertreter" steht. Da er die Risiko-Variante mit vier Jokern gewählt und damit auf eine Absicherung der 16.000 Euro verzichtet hatte, hörte er an dieser Stelle auf und machte Platz für Leon Maximilian Laloi (29).

Der Bestattungswesen-Kundenbetreuer hatte schon längere Zeit versucht, bei Günther Jauch auf dem Stuhl zu landen, doch erst mit einer irren Idee hat es geklappt. "Das war eine der größten Gaga-Bewerbungen, die wir jemals hatten", amüsierte sich der Moderator. Und ja, gaga kann man es wohl nennen, wenn jemand sechzehneinhalb Stunden (!) lang 100.000 Mal "Günther Jauch" (!!) sagt, davon ein Video macht und es auf YouTube stellt.

Er bewarb sich mit einem sonderbaren, 16,5 Stunden langen Video bei WWM. Auf dem Stuhl hatte er weniger Glück: Sein Telefonjoker-Kumpel entschied sich blöderweise um - und ließ Leon Maximilian Laloi auf 500 Euro zurückfallen.  (Bild: RTL / Stefan Gregorowius)
Er bewarb sich mit einem sonderbaren, 16,5 Stunden langen Video bei WWM. Auf dem Stuhl hatte er weniger Glück: Sein Telefonjoker-Kumpel entschied sich blöderweise um - und ließ Leon Maximilian Laloi auf 500 Euro zurückfallen. (Bild: RTL / Stefan Gregorowius)

Lediglich gut 400 Klicks hatte der Clip bislang, verriet der Kandidat, doch immerhin: Funktioniert hat's! Auch im Nachgang, denn die Abrufzahlen stiegen nach der Sendung schnell. Was leider weniger gut funktionierte, war das Spiel um den Finaleinzug: Seinen letzten, den Telefonjoker, setzte Laloi bei der 32.000-Euro-Frage ein, bekam von seinem Kumpel auch zunächst die richtige Antwort - nämlich, dass der Spitzen-Fußballclub Manchester City Ende der 1990-er noch Drittligist war. Dann aber schwenkte der Joker leider um auf Paris Saint-Germain. Der Kandidat vertraute auf die Expertise - und fiel tief: auf 500 Euro, denn auch er hatte die Risiko-Variante gewählt.

Zu 100 Prozent sicher?

Die beiden nächsten Kandidatinnen dagegen, IT-Geschäftsführerin Ann-Kathrin Krause (37) und LKW-Fahrlehrerin Lara Groß (29), gingen lieber auf Nummer Sicher, erspielten sich jeweils 16.000 Euro und den Einzug ins Finale am Donnerstag, bevor dem Polizeibeamten Dany Philipp Schmidt (42) ein ähnliches Schicksal ereilte wie Leon Maximilian Laloi - nur noch ein bisschen schlimmer. Denn auch er schaffte es unter Einsatz dreier Joker bis zur 32.000-Euro-Frage, hatte noch den Telefonjoker übrig und fragte diesen: "Den Vorspann welcher Kultsendung prägte 49 Jahre lang die Stimme von Günter Dybus, bis ihn 2021 Annette Frier ablöste? A) tagesschau, B) Aktenzeichen XY ... ungelöst, C) das aktuelle sportstudio oder D) Die Sendung mit der Maus?"

Pechvogel Dany Philipp Schmidt vertraute ebenfalls einem guten Freund - und wurde enttäuscht.  (Bild: RTL / Stefan Gregorowius)
Pechvogel Dany Philipp Schmidt vertraute ebenfalls einem guten Freund - und wurde enttäuscht. (Bild: RTL / Stefan Gregorowius)

Sein Kumpel entschied sich für Antwort B, der Kandidat hakte noch mal nach "100 Prozent?" und bekam ein "Yep" zur Antwort. Siegessicher glaubte er: "Wenn Volker das sagt, dann ist das so!" Doch leider irrte Volker: "Die Sendung mit der Maus" wäre es gewesen. "Sie waren ein guter Freund", spricht daraufhin Günther Jauch, an den Joker gerichtet, in die Kamera, doch Dany Schmidt versichert trotz der Enttäuschung: "Das bleibt er für immer." Und vielleicht ist das ja mehr wert als alles Geld der Welt.

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