100 Kilo reines Kokain in Bremerhaven beschlagnahmt

Sieben Festnahmen / Droge stammte aus Panama

Zollfahnder und Polizei haben in Bremerhaven rund 100 Kilogramm reines Kokain in Containern entdeckt. Dabei handelt es sich um die zweitgrößte Menge, die die gemeinsame Ermittlungsgruppe aus Zoll und Polizei seit ihrer Gründung 1978 beschlagnahmt hat, sagte der Leiter des Rauschgiftdezernats des Berliner Landeskriminalamt, Harald Chybiak. Im Zuge der Ermittlungen nahm die Polizei am Donnerstag in Bremerhaven drei und in Berlin vier Männer im Alter von 34 bis 51 Jahren fest.

Das Kokain war aus Panama in einem Container nach Deutschland geschmuggelt worden. Nach Erkenntnissen Polizei und Zoll war die Lieferung für den Berliner Markt bestimmt. Mit ihr sollte eine "langfristige Lieferschiene aufgemacht werden", sagte Chybiak. Die 100 Kilogramm Kokain hätten einen Marktwert von etwa 4,5 bis fünf Millionen Euro. Die Täter hätten sie für etwa 5000 Euro das Kilogramm in Panama erworben.

Rund 250 Beamte, unterstützt von Spezialeinheiten von Polizei und Zoll, hatten am Donnerstagabend fünf Schiffscontainer in Bremerhaven durchsucht, die offiziell Kaffee enthielten. Außerdem wurden neun Wohnungen, zwei Lokale und sieben Autos durchsucht. Dabei fanden die Ermittler eine Schusswaffe und 170 Schuss Munition. Die Fahnder waren den Kokainhändlern seit 2009 auf der Spur.