100 Tage Rot-Rot-Grün: Die Berliner Koalition hat noch immer nicht zueinander gefunden

Und darauf muss man wohl noch eine Weile warten.

Michael Müller wirkt meistens nicht so, aber er ist der glücklichste Regierende Bürgermeister, den Berlin seit dem Mauerfall erlebt hat. Oder besser: Er könnte es sein. Ja klar, sein Wahlergebnis im September war mies. Und es ist kein leichtes Los, Landesvorsitzender einer SPD zu sein, die sich als 20-Prozent-Partei immer noch Flügel- und Grabenkämpfe liefert wie in ihren besten Zeiten als Volkspartei mit absoluter Mehrheit.

Aber trotzdem: Lange gab es für einen Senatschef nicht mehr so günstige Bedingungen, die Stadt zu regieren. Müller ist die CDU als Koalitionspartner losgeworden und führt jetzt das Wunschbündnis vieler Progressiver: Rot-Rot-Grün. Zu tun gibt es für das Mitte-Links-Lager mehr als genug: Es muss dem sozialen Zerfall der Stadt etwas entgegensetzen, Platz für Neuankömmlinge schaffen, die ökologische Modernisierung voranbringen.

Und das Beste ist: Michael Müller und sein Senat haben sogar die Mittel, um substanzielle Reformen voranzubringen. Man kann es nicht oft genug wiederholen: Berlin geht es gerade ziemlich gut. Die Stadt gehört zu den Profiteuren der Euro-Krise, gewinnt an Einwohnern und an Steuermitteln, mehr als eine Milliarde Euro blieb allein im vorigen Jahr übrig.

Erste Bilanz

An diesem Mittwoch zieht Müller nun die erste Bilanz. 100 Tage sind nach Zeitrechnung des Senats vergangen, seit er am 9. Januar die Arbeit aufgenommen hat. Moment, am 9. Januar? Genau, den ersten Monat hat sich die Regierung großzügig  erlassen. Da war Weihnachtspause – und der Anschlag vom Breitscheidplatz,...Lesen Sie den ganzen Artikel bei berliner-zeitung

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