100 Tote und 300 Verletzte: Blutige Anschläge erschüttern Mogadischu

Zwei Autobomben haben die somalische Hauptstadt Mogadischu erschüttert. Mindestens 100 Menschen wurden getötet und 300 weitere verletzt. Laut Polizei gab es vier Angreifer, die ebenfalls zu Tode kamen.

Zwei Autobomben nahe Bildungsministerium gezündet

Sie hatten die erste Bombe vor dem Bildungsministerium gezündet. Ein zweiter Sprengstoff ging hoch, als viele Menschen zum Tatort eilten um den Verletzten zu helfen.

Adam Hassan hat den Anschlag miterlebt: "Ich habe die erste Explosion mitbekommen und bin dann aus dem Viertel geflohen. Ich stand noch unter Schock wegen der ersten Explosion, als plötzlich ein zweiter Knall das Gebiet erschütterte. Es gibt Tote und Verletzte, die genaue Zahl kenne ich nicht."

Auch Ahmed Abukar wurde Zeuge der Gräueltat: "Ich war am Anschlagsort, als die erste Bombe hochging, danach bin ich weggelaufen. Ich habe viele Tote gesehen. Möge Allah ihnen gnädig sein und den Verletzten helfen, sich zu erholen."

Miliz Al-Shabab bekennt sich

Die islamistische Terrormiliz al-Shabab reklamierte den Anschlag für sich. Sie kontrolliert weite Teile im Zentrum und Süden Somalias und verübt immer wieder Attentate auf Zivilbevölkerung, Regierungsbeamte, Geschäftsleute und Journalisten.

Seit mehreren Monaten geht die Regierung in Mogadischu mit einer militärischen Offensive gegen Al-Shabaab vor. Mit Unterstützung von bewaffneten Clans und Zivilisten konnte das somalische Militär zuletzt große Gebietsgewinne erreichen. Somalia am Horn von Afrika gehört zu den ärmsten Ländern der Welt.