1.-Mai-Demo : Und am Ende krachte es doch noch

Linke zogen friedlich durch die City. Randale in der Schanze: 15 Festnahmen.

Friedlich zogen am Montag rund 2500 Linke durch die Stadt. Erst spät am Abend kam es zur üblichen Mai-Randale rund um das Schulterblatt: Flaschenwürfe und Böller – 15 Personen wurden vorübergehend festgenommen. Dazu wurden sechs Polizisten verletzt. Einer davon so schwer, dass er noch in der Nacht im Krankenhaus behandelt werden musste.

Kämpferisches Thema, aber ruhige Demo: Unter dem Motto „G20 entern! – Krieg und Krise haben System!“ zogen die Teilnehmer der „revolutionären 1. Mai Demonstration“ durch die Innenstadt. Los ging es um 18 Uhr am Bahnhof Sternschanze, kurz nach 20 Uhr erreichte der Zug das Ziel, den Jungfernstieg.

Die Polizei war mit großem Aufgebot (2.161 Hamburger Beamte, zuzüglich 700 aus dem restlichen Bundesgebiet) und schwerem Gerät vor Ort: Wasserwerfer und gepanzerte Fahrzeuge, Nötig war es nicht: Bis auf ein paar vereinzelte Knallfrösche blieb alles friedlich, die Organisatoren sorgten selbst für einen geregelten Ablauf.

„Das war’s schon“ hieß es bei Demo-Schluss auf dem Jungfernstieg. Verbunden mit dem Wunsch nach „Mehr Engagement und mehr Wut im Bauch am 7. und 8. Juli“ – das gestrige Aufatmen könnte also mit Blick auf die zu erwartenden Proteste beim G20-Gipfel in gut zwei Monaten voreilig sein.

Gekracht hat es dann doch noch – nach 21 Uhr flogen Flaschen und Böller auf Polizisten – die rückten mit fünf Wasserwerfern vor und räumten das Schulterblatt und den Platz vor der Roten Flora. Zuvor hatten etwa 30 Vermummte in der Veringstraße (Wilhelmsburg) Scheiben von Geschäften und einer Bankfiliale eingeschmissen. Im sogenannte „Autoknast“, der polizeilichen Verwahrstelle für Fahrzeuge, in der Halskestraße in Billbrook kam es zu einem Brand an einem der Fahrzeuge

Nach ersten Angaben der Polizei wurden drei Personen festgenommen, zwölf Demonstranten wurden in Gewahrsam genommen. Wie viele verletzt wurden, war am frühen Dienstagmorgen noch nicht klar. Allerdings: sechs Polizisten wurden verletzt. Einen Beamten traf es so schwer, dass er noch in der Nacht in einem Krankenhaus ambulant behandelt werden musste.

Auf den folgenden Seiten: unser Liveticker zum Nachlesen

So verlief die "Revolutionäre 1.-Mai-Demo"

22.45 Uhr: Das sofortige Durchgreifen der Polizei hat eine größere Auseinandersetzung  unterbunden. Momentan müssen die Beamten nur vereinzelnd eingreifen. Es kam bisher zu insgesamt sechs Festnahmen.

22.25 Uhr: Der Polizei-Hubschrauber „Libelle” kreist über der Schanze. Schulterblatt und Altonaer Str. sind nun fest von der Polizei umstellt und blockiert. Die Lage ist unter Kontrolle.

22.15 Uhr: Das Vorgehen der Polizei ist...Lesen Sie den ganzen Artikel bei mopo

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