ESC 2017: Die Songs und Kandidaten aus Italien, Spanien, Frankreich, Großbritannien und aus der Ukraine

Die britische Sängerin und Schauspielerin Lucie Jones ist einer der fünf ESC-Acts unserer heutigen Vorstellungsrunde. (Bild: AP Photo)

Am 13. Mai 2017 geht zum 62. Mal das Finale des Eurovision Song Contests über die Bühne. Der Gastgeber ist in diesem Jahr die ukrainische Hauptstadt Kiew – und das musikalische Programm ist dem ESC entsprechend bunt und abwechslungsreich. Wir stellen heute die fünf Kandidaten aus Italien, Spanien, Frankreich, Großbritannien und der Ukraine vor. Und diese Vorstellungsrunde hat von düsterem Heavy Metal bis lockerluftigen Italo-Rock vieles zu bieten.

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Italien beim ESC 2017: Francesco Gabbani mit „Occidentali’s Karma“

Geht es nach YouTube-Views, dürfte der 34-jährige Francesco Gabbani in der Hörergunst gute Karten haben. Fast 96 Millionen Mal wurde sein Beitrag für den ESC 2017 bereits geklickt. „Occidentali’s Karma“ ist ein Kracher zwischen Rock und Synth-Pop, getragen von einer rauen Stimme in bester Italo-Pop-Manier und einem eingängigen Refrain. Das italienische Publikum konnte er mit dem Song bereits gewinnen: Beim diesjährigen Sanremo-Festival räumte er damit schon eine Trophäe ab. Mit Sicherheit ein gutes Omen für den ESC in Kiew. Auch bei den sogenannten Buchmachern, die vorab Quoten für mögliche Wettergebnisse anbieten, steht Gabbani an der Spitze.

Spanien: Manel Navarro mit „Do It For Your Lover“

Um die Teilnahme des jungen Singer-Songwriters gab es im Vorfeld einige Unstimmigkeiten. In der Entscheidungsshow „Objetivo Eurovisión“ wurde die Publikumsfavoritin LeKlein von ihm rausgekickt. Damit nicht genug: Bei der finalen Entscheidung des Vorentscheids wurde die punktgleiche Sängerin Mirela von der Jury als Zweitplatzierte bekannt gegeben. Navarro – der bereits drei Alben veröffentlichte – reagierte bei seinem Sieg recht gelassen. Kein Wunder: Mit „Do It For Your Lover“ hat er einen eingängigen, entspannten Acoustic-Pop-Track im Gepäck, der einen von Urlaub und Sonne träumen lässt. Allerdings stehen die Prognosen der Wettbüros eher schlecht – da kommt der Spanier nur auf Platz 41.

Frankreich: Alma mit „Requiem“

Auch wenn ihr Song „Requiem“ heißt, mit einem düsteren Trauermarsch hat der französische ESC-Beitrag von Alma nichts zu tun. Die 28-jährige französische Kosmopolitin lebte mit ihrer Familie in den USA, Brasilien und Italien – dann zog es sie nach Spanien. Den Grundstein für ihre Karriere legte sie aber in Paris. Dort lernte sie den Singer-Songwriter Nazim Khaled kennen. 2016 bekam sie ihren ersten Plattenvertrag – ihr Debütalbum „Ma peau aime“ (wörtlich: „Meine Haut liebt“, ein Wortspiel mit dem Wort „Poem“) erscheint im Mai 2017. Ihr ESC-Song „Requiem“ ist ein modernes Poplied mit jeder Menge Dramatik, Gefühl und Atmosphäre.

Großbritannien: Lucie Jones mit „Never Give Up On You“

2009 nahm die damals 19-jährige Lucie an der britischen Castingshow „The X-Factor“ teil. Auch wenn es damals für den Sieg nicht gereicht hat, die Musikindustrie wurde dennoch auf sie aufmerksam. Neben einem Deal mit Sony Music arbeitete sie auch als Model, spielte kleinere Rollen in Fernsehserien und trat als Musicaldarstellerin auf. Die ersten musikalischen Versuche blieben jedoch eher erfolglos. Das soll sich nun ändern: Lucie geht mit der Ballade „Never Give Up On You“ ins Rennen. Geschrieben hat den Song die Hardrockband „The Treatment“ – aber mit Rock hat der Song nichts zu tun. Laut Buchmachern eine Kandidatin für den 17. Platz.

Ukraine: O. Torvald mit „Time“

Das Gastgeberland setzt auf härtere Klänge: Mit O.Torvald steht für die Ukraine eine Band auf der Bühne, die bereits Konzerte mit internationalen Stars wie Evanescence, The Rasmus und Linkin Park absolvierte. Fünf Alben veröffentlichte das Quintett bereits – die allerdings außerhalb ihrer Heimat nur wenig wahrgenommen wurden. Vielleicht ändert sich das nach dem ESC – schließlich gewann 2006 mit den finnischen Lordi bereits einmal eine Rockband. Für einen Gewinn ist der Song-Beitrag der Band „Time“ allerdings wohl trotz Gastgeberbonus zu unspektakulär.

 

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