116 Millionen Kinder in Afrika sollen gegen Kinderlähmung geimpft werden

Vier Tage lang seien 190.000 Helfer im Einsatz, um alle Kinder unter fünf Jahren gegen Polio zu impfen, teilte die Weltgesundheitsorganisation mit. Es sei eine der größten jemals in Afrika gestarteten Impfkampagnen. 

116 Millionen Kinder in 13 afrikanischen Ländern sollen von Samstag an gegen Kinderlähmung geimpft werden. Vier Tage lang seien 190.000 Helfer im Einsatz, um alle Kinder unter fünf Jahren gegen Polio zu immunisieren, teilte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Freitag mit. Es sei eine der größten jemals in Afrika gestarteten Impfkampagnen.

Die Aktion findet statt in Benin, Kamerun, der Zentralafrikanischen Republik, dem Tschad, der Elfenbeinküste, der Demokratischen Republik Kongo sowie in Guinea, Liberia, Mali, Mauretanien, Niger, Nigeria und Sierra Leone. Eine weitere Impfkampagne für die am Tschadsee gelegenen Länder Nigeria, Niger, Tschad und Kamerun ist nach Angaben des UN-Kinderhilfswerks Unicef für Ende April geplant.

Polio trifft vor allem Kinder unter fünf Jahren. Es gibt einen wirksamen Impfschutz, aber keine Heilung für das Virus, das zu dauerhafter Lähmung führen kann. Kinderlähmung gilt weltweit als weitgehend besiegt, in Pakistan und Afghanistan kommt es aber immer wieder zu Ausbrüchen der hoch ansteckenden Krankheit.

In Afrika hatte die WHO im vergangenen Jahr einen Rückschlag vermeldet, als im krisengeplagten Nordosten Nigerias drei Polio-Fälle registriert wurden. Dort kämpft die Islamistengruppe Boko Haram gegen die Armee, einige Gegenden sind für Helfer nicht zugänglich. Weltweit wurde die Krankheit 2016 bei 37 Patienten diagnostiziert. In diesem Jahr gab es bislang je zwei Erkrankungen in Afghanistan und Pakistan.

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