13 Tote bei Hausbrand in US-Metropole Philadelphia

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Feuerwehrleute am Einsatzort in Philadelphia (AFP/Ed JONES)

Bei einem der schlimmsten Hausbrände der vergangenen Jahre in den USA sind 13 Menschen ums Leben gekommen, darunter sieben Kinder. Das Feuer brach im zweiten Stockwerk eines dreigeschossigen Reihenhauses in der Metropole Philadelphia aus, wie die Feuerwehr am Mittwoch mitteilte. Nach Angaben von Philadelphias Bürgermeister Jim Kenney handelte es sich um einen Bau mit Sozialwohnungen.

"Dies ist zweifellos einer der tragischsten Tage in der Geschichte unserer Stadt, der Verlust so vieler Menschen auf so tragische Weise", sagte Kenney vor Journalisten.

"Es war furchtbar", sagte der stellvertretende Feuerwehrchef von Philadelphia, Craig Murphy. Es sei "einer der schlimmste Brände", den er in seinen 35 Jahren als Feuerwehrmann erlebt habe. Die Zahl der Todesopfer könne noch steigen, sagte er.

Insgesamt lebten laut Murphy 26 Menschen in dem ausgebrannten Haus, davon acht im Erdgeschoss und 18 weitere auf das erste und zweite Obergeschoss verteilt. Wie viele Menschen sich zum Zeitpunkt des Brandes genau im Haus befanden, war zunächst unklar. Nach Behördenangaben konnten sich acht Menschen aus dem brennenden Gebäude retten, zwei weitere wurden in ein Krankenhaus gebracht.

Die Brandursache blieb nach Angaben Murphys zunächst unklar. "Es ist nicht unbedingt verdächtig", sagte er. "Angesichts der Größenordnung" des Brandes seien aber "alle Mann" mit den Ermittlungen zu dem Brand befasst. Laut Craig gab es in dem Gebäude vier Rauchmelder - allerdings sei keiner von ihnen in Betrieb gewesen.

Das Gebäude im für seine Museen bekannten Stadtteil Fairmont gehört der staatlichen Wohnungsgesellschaft Philadelphia Housing Authority (PHA). Deren Chef Kelvin Jeremiah erklärte in einer Mitteilung, die Brandmelder seien zuletzt im Mai 2021 geprüft worden und hätten zu diesem Zeitpunkt "ordnungsgemäß funktioniert". Der "unvorstellbare Verlust" von Menschenleben in einem Haus der PHA habe die Wohnungsgesellschaft erschüttert, betonte er.

Schockiert von dem Brand zeigten sich auch Nachbarn der Opfer. Der im selben Viertel lebende Bill Richards sagte der Zeitung "The Inquirer", er habe kurz vor 07.00 Uhr am Mittwochmorgen (Ortszeit) die Schreie einer Frau gehört. "Oh mein Gott, oh mein Gott", habe die Frau gerufen, sagte Richards. "Es ist absolut erschütternd und verstörend."

Der in einer nahegelegenen Kirche wirkende Priester Ruslan Boroviy kündigte eine Trauerfeier für die Opfer des Brandes an. "Es ist eine große Tragödie für unser Viertel", sagte er der Nachrichtenagentur AFP.

Der Brand in Philadelphia war der tödlichste in einem Wohngebiet in den USA seit Jahren. Im Dezember 2017 waren bei einem Brand in einem Wohngebäude im New Yorker Stadtteil Bronx ebenfalls 13 Menschen ums Leben gekommen.

isd/fml

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