133 neue Todesfälle durch Coronavirus in Italien

Touristen mit Schutzmasken an der Spanischen Treppe in Rom

In Italien ist die Zahl der Todesfälle durch das neuartige Coronavirus sprunghaft angestiegen. Die Zahl der Todesopfer stieg binnen 24 Stunden um 133 auf 366 an, wie der italienische Zivilschutz am Sonntagabend mitteilte. Damit liegt Italien bei der Zahl der Coronavirus-Toten nun weltweit auf Platz zwei hinter dem Ursprungsland China, wie aus einer Zählung der Nachrichtenagentur AFP hervorgeht.

Die meisten der neuen Todesfälle in Italien wurden nach Angaben des Zivilschutzes in der Lombardei in Norditalien verzeichnet. Die Zahl der bestätigten Infektionen liegt mittlerweile bei 7375, das sind 1492 mehr als am Samstag.

Um die Ausbreitung der Epidemie einzudämmen, gab der Zivilschutz den Kauf von 22 Millionen Atemschutzmasken bekannt. Die Verträge, um zwischen dem 12. März und dem 30. April 22 Millionen Masken zur Verfügung zu haben, würden derzeit unterzeichnet, sagte Zivilschutzchef Angelo Borrelli.

Wegen der Coronavirus-Epidemie hatte die Regierung in Rom zuvor ein grundsätzliches Ein- und Ausreiseverbot für weite Gebiete in Norditalien erlassen. Betroffen sind insgesamt mehr als 15 Millionen Einwohner, unter anderem in der Lombardei. Zu den gesperrten Gebieten gehören unter anderem die Wirtschaftsmetropole Mailand und der Touristenmagnet Venedig. Diese für Europa beispiellose Maßnahme soll bis zum 3. April gelten.