14 Grad und kaum Schnee: Forscher untersuchen Folgen des Klimawandels auf Spitzbergen

Vierzehn Grad, etwas Sonne - das ist diesjährige Sommer auf Spitzbergen, weit nördlich vom Polarkreis. Eine Gruppe Forscher:innen aus den Niederlanden untersucht die Auswirkungen des Klimawandels, der hier viel schneller passiert als andernorts.

Geologe Wim Hoek aus den Niederlanden sagt: "Ich war 2015 mit der vorherigen Expedition hier, damals im August. Damals hatten wir mehr Schnee und es gab noch Meereis. Das ist jetzt verschwunden."

Edgeøya hat sich in 60 Jahren bereits um sechs Grad erwärmt, viel mehr als der Rest der Welt. Die Forscher:innen interessiert, wie sich das Auftauen der Permafrostböden, der Rückzug der Gletscher und des Meereises auf die Ökosysteme auswirkt und inwieweit die Luft durch Stickoxide und Aerosole verschmutzt ist.

Annelies Veraart, Mikrobiologin, erklärt: "Das ist ein so genannter Fluxmeter, der auf dem Wasser schwimmt. Die beiden Schläuche darauf gehen zu einem Messgerät. Ich kann also berechnen, wie viel Methan aus einem solchen See austritt. Da Methan ein viel stärkeres Treibhausgas als CO2 ist, ist das ziemlich nützlich zu wissen."

Die Daten helfen den Forscher:innen die Auswirkungen des Klimawandels besser einzuschätzen. Eines ist schon jetzt klar: die Geschwindigkeit, mit der er voran schreitet, ist besorgniserregend:

"Sie haben Ihr T-Shirt an und ich stehe mit bloßen Armen da. Das ist ziemlich unwirklich. Ich hatte mich auf zwei Grad eingestellt und...es macht mir Sorgen, ja", und Geologe Hoek meint: "Ich finde es beängstigend und ich weiß nicht, wohin es führen wird, um ehrlich zu sein. Ich finde es schwierig."

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