15 Jahre alter Rassekater gestorben: Amtsgericht Köln weist Klage gegen Tierarzt ab

Besitzerin prozessierte wegen eines angeblichen Kunstfehlers vor Kölner Amtsgericht.

Die Besitzerin einer Rassekatze hat wegen eines angeblichen Kunstfehlers einen Tierarzt verklagt. Die Frau hatte ihren Kartäuserkater in der Praxis vorgestellt, zwei Tage später war das Tier gestorben – an einem unerkannten Herzfehler, wie die Obduktion ergab.

Die Frau verlangte daraufhin von dem Veterinärmediziner 500 Euro Schadenersatz, weil er die Katze falsch behandelt habe. Ihrer Meinung nach hätte der Kater noch mindestens ein Jahr leben können, wäre der Herzfehler rechtzeitig erkannt worden.

Katzenhalterin musste Niederlage vor Gericht einstecken

Vor dem Amtsgericht erlitt die Katzenbesitzerin nun allerdings eine – ziemlich teure – Niederlage. Die Klage wurde abgeschmettert, die Kosten, allein 1500 Euro für den Sachverständigen sowie die Anwaltshonorare für beide Parteien und die Gerichtskosten, machen noch einmal 500 Euro aus.

Die Klägerin war mit dem 15 Jahre alten Kater Mephisto in die Praxis gekommen, weil das Tier nachts plötzlich wiederholt geschrien hatte. Der Arzt untersuchte es, fand jedoch nichts und schickte Frauchen und Katze wieder nach Hause. Einen Tag später stand die Frau erneut in der Praxis und berichtete von einer „dramatischen Verschlechterung“. Diesmal diagnostizierte der Arzt Wasser in der Lunge des Katers, verordnete eine Therapie unter dem Sauerstoffzelt.

Kater starb noch in der Praxis

Doch der Kater verstarb noch am selben Tag in der Praxis. Die Obduktion in der Gießener Tierklinik hatte die Frau auf eigene Kosten verlangt. Dort wurde ein Herzfehler festgestellt. Ein vom Gericht beauftragter Sachverständiger kam zu dem Schluss, dass der Tierarzt alles richtig gemacht habe und „Mephisto“ offensichtlich – wie es bei Kartäuserkatern wohl häufiger vorkommt – den Herzfehler von Geburt an hatte. Auch eine sofortige Überweisung in eine Tierklinik wäre wegen des schlechten Gesundheitszustandes der Katze nicht mehr in Betracht kommen, sagte der Gutachter.

Die Frau muss sich mit dem Urteil nun zufrieden geben. Angesichts des Streitwertes von 500 Euro ist keine Berufung in der nächsthöheren Instanz möglich....Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta

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