16-jährige Schülerin aus Schulbus geworfen, weil sie ein „unangemessenes“ Oberteil trug

Makhigha Davis, 16, durfte nicht den Bus nach Hause nehmen, weil sie ein „unangemessenes“ Oberteil trug. (Bild: Facebook/India Middleton)

Die meisten Schüler, die ein Outfit tragen, das von der Schulverwaltung als unangemessen betrachtet wird, werden irgendwann während des Schultages nach Hause geschickt. Aber für eine Highschool-Schülerin in North Carolina lag das Problem darin, nach der Schule nach Hause zu kommen, nachdem der stellvertretende Schuldirektor sie wegen ihres Oberteils, das sie trug, nicht in den Schulbus einstiegen ließ.

Am Freitagnachmittag erhielt India Middleton einen Anruf von ihrer 16-jährigen Tochter Makhigha Davis, die im Sekretariat der Hoke County Highschool saß und ihrer Mutter erklärte, dass ihr von der Schulleitung verboten worden war, den Bus zu nehmen.

„Ich sagte ihr, ich arbeite und sie müsse warten“, schrieb Middleton in einem Facebook-Post, der viral ging. „Ich erhielt erst um 17 Uhr einen Anruf von der Schulleitung. Wir hatten eine verbale Auseinandersetzung, die damit endete, dass er auflegte.“

Fast eine Stunde später schaffte es Middleton endlich zur Schule, um ihre Tochter abzuholen. Als sie ankam, fand sie Davis draußen bei zehn Grad Außentemperatur und ohne Aufsichtsperson. In einem Video in ihrem Facebook-Post sieht man, wie Middleton auf das Gebäude zuläuft, um zu zeigen, dass alle Lampen ausgeschaltet und alle Türen verschlossen sind. Davis sagte, dass der letzte verbleibende Angestellte sein Büro geschlossen und ihr gesagt hatte, sie solle draußen warten.

Wäre eine Suspendierung eine Alternative gewesen?

„Ich dachte, wenn mein Kind wegen unangemessener Kleidung nicht den Bus nehmen darf, warum durfte sie dann für eine Stunde und 45 Minuten nach dem Vorfall auf dem Schulgelände bleiben?”, fuhr Middleton in ihrem Post fort. „Und hätte das nicht mit einer Suspendierung am Montag erledigt werden können?“

Laut einer Stellungnahme, die ABC11 von der Schule zugeschickt wurde, hätte man das Problem wohl auch zu einem anderen Zeitpunkt lösen können – und sollen.

„Die Hoke County Schule wird das schlechte Urteilsvermögen des stellvertretenden Schulleiters nicht verteidigen”, heißt es in der Stellungnahme. „Die beste Vorgehensweise wäre es gewesen, die Schülerin am Freitagnachmittag in den Bus steigen zu lassen und, falls nötig, das Dress-Code-Problem am Montagmorgen zu besprechen. Alle Verantwortlichen wissen, dass– wenn ein Kind aus einem Bus entfernt wird – sie für die Aufsicht des Kindes zuständig sind, bis dieses von einem Elternteil abgeholt wird.“

„Er macht einfach weiter wie bisher“

Aber nachdem sie ihre Tochter in einer offensichtlich gefährlichen Situation antraf, glaubt Middleton nicht, dass die Schule mit der Stellungnahme genug getan hat. Sie erklärte ABC11, dass sie Davis nicht zurück in die Schule geschickt hat.

Zahlreiche Eltern loben Middletons Facebook-Post und drücken ihre eigene Sorge darüber aus, wie Davis behandelt wurde – zusätzlich zu ihrem Unverständnis zum Dress-Code-Problem. Aber – und das ist am wichtigsten – alle scheinen sich zu fragen, was der Schulrat tun wird, um die Handlung des stellvertretenden Schuldirektors zu sanktionieren. Yahoo Lifestyle bat die Schule um einen Kommentar, hat aber noch keine Reaktion erhalten.

„Es scheint, als gäbe es keinerlei Konsequenzen für den Verantwortlichen“, sagte Middleton der ABC-Tochterfirma. „Er macht einfach weiter wie bisher.“

Kerry Justich

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