Womöglich noch Hunderte Deutsche in Afghanistan

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Bundeswehrsoldaten bringen Menschen zu einem Evakuierungsflieger in Kabul (Bild: Aykut Karadag/Anadolu Agency via Getty Images)
Bundeswehrsoldaten bringen Menschen zu einem Evakuierungsflieger in Kabul (Bild: Aykut Karadag/Anadolu Agency via Getty Images)

Hunderte weitere Menschen, die in Afghanistan festsaßen, sind über Taschkent nach Deutschland geflogen worden. Am Hindukusch könnten sich noch viel mehr Deutsche aufhalten als gedacht.

Die Bundeswehr hat seit Montag mehr als 1600 Menschen aus Afghanistan in Sicherheit gebracht. Im usbekischen Taschkent landete am Freitagmorgen eine weitere Transportmaschine mit 181 in Kabul aufgenommenen Menschen an Bord, wie die Bundeswehr auf Twitter mitteilte. Von der usbekischen Hauptstadt geht es mit zivilen Flugzeugen weiter nach Deutschland.

Immer mehr Staatsbürger melden sich

Unter den Geretteten waren bis zum frühen Donnerstagabend neben afghanischen Ortskräften und anderen Hilfsbedürftigen mindestens 244 deutsche Staatsbürger - weit mehr als ursprünglich erwartet. Und immer noch könnten sich mehrere hundert im Land aufhalten. Auf der Krisenliste des Auswärtigen Amts hat sich inzwischen "eine mittlere dreistellige Zahl" Deutscher registriert, wie die Deutsche Presse-Agentur aus dem Ministerium erfuhr.

Ursprünglich waren es knapp 100 gewesen. Viele haben sich aber wegen der dramatischen Lage in Afghanistan nach der Machtübernahme der Taliban nachgemeldet. Die Zahlen ändern sich ständig. Nicht berücksichtigt sind die 40 Botschaftsmitarbeiter, die mit einer US-Maschine bereits in der Nacht zu Montag nach Katar ausgeflogen wurden.

Video: Proteste gegen Taliban in Kabul und Dschalalabad

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