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18 statt sechs Euro: Paris stimmt über höhere Parkgebühren für Geländewagen ab

Die Einwohner von Paris haben am Sonntag über eine Verdreifachung der Parkgebühren für Geländewagen abgestimmt. Die Parkgebühren für eine Stunde in der Innenstadt würden von sechs auf 18 Euro steigen. (Dimitar DILKOFF)
Die Einwohner von Paris haben am Sonntag über eine Verdreifachung der Parkgebühren für Geländewagen abgestimmt. Die Parkgebühren für eine Stunde in der Innenstadt würden von sechs auf 18 Euro steigen. (Dimitar DILKOFF)

Die Einwohner von Paris haben am Sonntag über eine Verdreifachung der Parkgebühren für Geländewagen von Besuchern abgestimmt. 1,3 Millionen Bürger waren aufgerufen, "für oder gegen die Einführung eines speziellen Tarifs" für das Parken jener Auto-Kategorie abzustimmen, die Bürgermeisterin Anne Hidalgo als "laut, platzraubend und umweltschädigend" beschreibt. Die Parkgebühren für eine Stunde in der Innenstadt würden von sechs auf 18 Euro steigen, in Außenbezirken auf zwölf Euro.

Zur Abstimmung müssen sich die Einwohner der Hauptstadt persönlich in eines von 38 Wahlbüros begeben. Im Rathaus des 20. Arrondissements hatten kurz nach Öffnung des Wahlbüros bereits 20 Menschen ihre Stimme abgegeben, wie ein AFP-Journalist berichtete. Bei einer ähnlichen Abstimmung über E-Leihroller im vergangenen April lag die Wahlbeteiligung bei sieben Prozent.

Das Verbot würde für Autos ab 1,6 Tonnen und E-Autos ab zwei Tonnen Gewicht gelten. "Je größer die Autos, desto mehr verschmutzen sie die Umwelt", hatte Hidalgo im Dezember den Schritt begründet. Die Opposition und die Autolobby werfen der sozialistischen Bürgermeisterin Manipulation vor. Die Autos der Pariser wären von der Erhöhung nämlich nicht betroffen, die höheren Gebühren würden nur auf Besucher zutreffen.

kbh/jes