20 Bewerber für Nachfolge von früherem Frankfurter Oberbürgermeister Feldmann

Insgesamt 20 Kandidaten bewerben sich um die Nachfolge des abgewählten Frankfurter Oberbürgermeisters Peter Feldmann (SPD). Der Gemeindewahlausschuss ließ am Freitag 20 von 21 eingereichten Wahlvorschlägen für die Oberbürgermeisterwahl am 5. März zu. Noch nie seit der ersten Direktwahl des Stadtoberhaupts im Jahr 1995 hatte es demnach so viele Bewerber gegeben.

Zwölf Wahlvorschläge stammen von Parteien und Wählergruppen. Zudem bewerben sich acht Einzelkandidatinnen und Einzelkandidaten. Die Frankfurter SPD tritt mit dem Planungs- und Sportdezernenten der Stadt, Mike Josef, zur Wahl an. Für die CDU kandidiert der hessische Antisemitismusbeauftragte Uwe Becker, für die Grünen die Bundestagsabgeordnete Manuela Rottmann.

Das Frankfurter Landgericht verurteilte Feldmann Ende Dezember wegen Vorteilsannahme in zwei Fällen zu einer Geldstraße von insgesamt 21.000 Euro. Zudem ordnete es die Einziehung von 5989 Euro an. Würde das Urteil rechtskräftig, gälte Feldmann als vorbestraft. Er legte inzwischen Revision ein.

In dem Prozess gegen den 64-Jährigen ging es um Vorwürfe wegen überhöhter Gehälter und um Betrug bei der Arbeiterwohlfahrt, bei der Feldmann vor seiner Zeit als Oberbürgermeister gearbeitet hatte. Feldmann selbst wies die Vorwürfe wiederholt zurück.

Während des laufenden Prozesses wurde er durch einen Bürgerentscheid mit überwältigender Mehrheit abgewählt. Seine Amtszeit war zuletzt von Skandalen geprägt.

hex/cfm