Unter 20 Euro: Großzügig portioniert und fast schon burschikos zubereitet

In Berlin kann man fast alles essen: italienisch, griechisch, chinesisch, indisch. Aber eines fehlte bisher noch: chilenisch.

Die Frage vom Wirt, ob man Pisco Sour kenne, kommt nicht von ungefähr. Auf den hübsch eingedeckten Tischen inmitten des farbenfrohen, Lust auf Urlaub machenden Restaurants wartet ein Schälchen gerösteter Maisnüsschen. Knusprig, aber salzig, und daher Durstlöscher benötigend. Um keinen falschen Eindruck zu erwecken, der charmante Chilene unweit des Savignyplatzes bietet ein Gäste-erfreuliches Preis-Leistungs-Verhältnis. Das mag denn auch ein weiterer Grund sein, warum ohne Reservierung kaum ein Platz zu bekommen ist.

Zum Auftakt gibt es einen Brotkorb – nicht mit dem Üblichen, sondern mit heißem Kürbisfladenbrot. Dazu je ein Schälchen scharfe Soße und Tomaten-Salsa. Die kulinarische Chile-Reise kann man mit Spezialitäten wie Empanadas, gefüllten frittierten Blätterteigtaschen, starten, mit Avocado-Scampi-Tatar, gebratenen Gambas oder Ceviche. Jener in Limettensaft marinierte Fisch, in diesem Fall Rotbarschfilet, auf den die Wahl fällt, ist ein gutes, wenn auch ein etwas zu trocken geratenes Beispiel für die La-tia-rica-Küche: großzügig portioniert, solide, fast schon burschikos zubereitet, als wäre man zu einem Familienessen eingeladen.

Auch der Service ist flott und fröhlich. Manch einer spricht nur spanisch – ein gutes Sprachtraining für spanophile Gäste. Eine Wand wird komplett von einem Weinregal belegt. Und die Flaschen haben einen gemeinsamen Ursprung: Chile. Ein spannendes Weinland, das für Merlot, Chardonnay, die alte Bordeaux-Rebsorte Carménère und Cabernet Sauvignon be...

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