Bis zu 20 Jahre Haft wegen Kokain-Schmuggels bei Pariser Prozess gefordert

Wegen Schmuggels von zwei Tonnen Kokain auf Segelschiffen hat die Staatsanwaltschaft in Paris Haftstrafen von bis zu 20 Jahren gefordert. Der 65 Jahre alte Franzose Pascal C. habe bei dem internationalen Geschäft eine zentrale Rolle gespielt, betonte die Staatsanwaltschaft am Dienstag. Für ihn forderte sie 20 Jahre Haft und eine Sicherungsverwahrung.

Neun weitere Angeklagte aus verschiedenen Ländern müssen mit Strafen von sieben bis 15 Jahren Haft rechnen, unter ihnen auch seine dominikanische Frau, mit der er in Panama lebte. Ein 27 Jahre alter Spanier befindet sich auf der Flucht und wird in Abwesenheit verurteilt.

Der Schmuggel war aufgeflogen, als 2017 in Französisch-Polynesien ein Segelschiff mit mehr als 600 Kilo Kokain an Bord entdeckt wurde. Ein Teil der Ware war in der Deckenverkleidung einer Kabine versteckt.

Die Kokain-Händler wollten das Rauschgift nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft von Kolumbien nach Australien verschiffen. Dort bringt das Kilo etwa 85.000 Euro ein, während der Kilopreis in Frankreich weniger als die Hälfte beträgt. Das Urteil wird am Donnerstag erwartet.

kol/ju