2022 schreibt mit seinen Temperaturen Klimageschichte

2022 war für viele Europäer das Jahr der Hitzewellen und der Dürre. Der von Copernicus, dem Erdbeobachtungsprogramm der Europäischen Union, frisch veröffentlichte Klimabericht bestätigt, dass 2022 mit seinen extremen Temperaturen Klimageschichte geschrieben hat:

Mauro Facchini ist Leiter der Erdbeobachtung in der Europäischen Kommission. Er hat den neuen Bericht präsentiert:

"Das letzte Jahr war das fünftwärmste weltweit und das zweitwärmste Jahr in Europa. Und es war auch ein Jahr der Klimaextreme und steigender Treibhausgaskonzentrationen. Klimaschutzmaßnahmen waren noch nie so wichtig wie jetzt."

Im Schnitt war die Temperatur der Erde 2022 um 1,2 Grad höher als in der vorindustriellen Zeit. Dem Bericht zufolge waren sogar die letzten acht Jahre weltweit die heißesten, die je gemessen wurden.

Was Europa betrifft, haben nicht alle gleichermaßen gelitten. Für den größten Teil des Südens und Westens des Kontinents war es das wärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen, für andere Länder das zweit- oder drittwärmste.

Für Länder wie Frankreich oder Spanien bedeutete das extreme Dürre, große Brände und enormen wirtschaftlichen und ökologischen Verlusten. Auch die Emissionen durch Waldbrände waren die höchsten in den letzten 20 Jahren.

Und die Treibhausgaskonzentrationen steigen weiter - der CO2-Gehalt sei der höchste je nachgewiesene. Die Emissionen müssten dringend verringert werden, denn gerade in Europa seinen die Temperaturen in den vergangenen 30 Jahren mehr als doppelt so stark angestiegen sind wie im globalen Durchschnitt - von allen Kontinenten hat sich Europa am stärksten erwärmt.