226 Kilogramm Münzen: Gehalt in Kleingeld ausgezahlt

Moritz Piehler
·Freier Autor
·Lesedauer: 2 Min.

Manchmal läuft eine Kündigung zivilisiert und freundlich zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber ab. Und manchmal endet sie wie in diesem Beispiel aus Georgia.

915 US-Dollar sind eine ganze Menge Pennys, besonders, wenn sie in die Auffahrt gekippt werden. (Symbolbild: Getty)
915 US-Dollar sind eine ganze Menge Pennys, besonders, wenn sie in die Auffahrt gekippt werden. (Symbolbild: Getty)

Andreas Flaten stammt aus dem Ort mit dem schönen Namen Peachtree City im US-Bundesstaat Georgia. Dort hatte Flaten bei einer Autowerkstatt namens "Walker Luxury Autoworks" gerabeitet, zumindest bis November. Weil ihm das Arbeitsklima nicht gefiel und er sich von seinem Chef nicht gut behandelt fühlte, kündigte der Angestellte fristgerecht, lieferte seine Arbeitsuniformen gewaschen und zusammen gelegt ab und hoffte, den unschönen Arbeitsplatz damit hinter sich gelassen zu haben.

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Einzig ein letztes Gehalt von 915 US-Dollar (umgerechnet 766 Euro) stand noch aus. Flaten erwartete es wie üblich per Scheck in der Post. Stattdessen hatte sein Ex-Chef aber wohl noch eine Botschaft, die er loswerden wollte. Schon auf die Kündigung hatte der Werkstatt-Besitzer Miles Walker entgeistert reagiert. "Er stand auf, schlug die Hände über dem Kopf zusammen, ging aus der Tür und verschwand für eine Stunde," erinnert sich Flaten im Interview mit dem Lokalsender WGCL-TV.

226 Kilo ölverschmierte Münzen

Dass Walker nicht begeistert von der Kündigung war, bekam Flaten dann spätestens bei der Gehaltszahlung zu spüren. Denn die kam in Form von 226 Kilogramm ölverschmierter Münzen. Walker hatte die Pennys einfach mitten in der Nacht in der Auffahrt seines ehemaligen Mitarbeiters abladen lassen. Flatens Freundin filmte den Münzhaufen und den beiliegenden "freundlichen" Abschiedsgruß des Chefs.

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Wie er das Kleingeld nun wieder los werden soll, wusste der Empfänger auch nicht. "Ich weiß nicht mal, wo ich sie hintun soll. Und hab keine Idee, wie ich sie in Geld umtauschen kann," sagte Flaten. Momentan seien die Pennys in seiner Garage, wo er versuche, sie vom Öl zu säubern. Ob es wirklich exakt 91.500 Pennys sind, kann er dann auch gleich nachzählen. 

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Walker könne sich laut WGCL-TV nicht erinnern, ob er die Münzen dort abgeladen habe. "Es ist doch egal, Hauptsache er hat sein Gehalt bekommen," sagte der Werkstattbesitzer. Ein Grund für seine Kündigung seien die toxischen Arbeitsbedingungen gewesen, hatte Flaten dem TV-Sender erklärt. Die nachtragende Aktion seines Ex-Chefs dürfte ihn in seiner Entscheidung endgültig bestärkt haben.

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