25-Jähriger für zwei tödliche Messerangriffe in Hannover verantwortlich

Die Staatsanwaltschaft Hannover macht einen 25-jährigen Mann für zwei tödliche Messerangriffe innerhalb von vier Tagen verantwortlich. Der Verdächtige wurde am Dienstag festgenommen, nachdem er in einer Grünanlage im Stadtteil Kleefeld einen 23-jährigen Bekannten niedergestochen und tödlich verletzt hatte. Nach Ansicht der Ermittler ist er auch für den Tod einer 27-jährigen Frau in Hannovers Südstadt am Karsamstag verantwortlich.

Dies hätten die Auswertung von öffentlichen Überwachungsaufnahmen und der Fund von Kleidung in der Wohnung des Manns ergeben, die er während der mutmaßlichen Tat getragen haben soll. Über die Motive herrscht weiter Unklarheit. Während der 23-jährige ein guter Freund des Manns war, griff er die junge Frau möglicherweise willkürlich an, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft sagte.

Ein Anwohner hatte am Samstagabend die Frau schreien gehört und sie dann lebensgefährlich verletzt auf dem Bürgersteig gefunden. Sie starb kurz darauf im Krankenhaus. Am Dienstag nach Ostern geriet der mutmaßliche Täter fünf Kilometer entfernt vom ersten Tatort mit seinem Freund in Streit und zog ein Messer. Ein Zeuge alarmierte die Polizei und die Rettungskräfte.

Der 25-jährige Tatverdächtige floh zu Fuß, konnte aber am selben Abend in seiner Wohnung festgenommen werden. Auch sein zweites Opfer starb im Krankenhaus. Der Verteidiger des 25-jährigen sagte der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung", der Mann habe sich seit Monaten verfolgt gefühlt. Deswegen habe er seit längerem ein Messer zum Eigenschutz bei sich getragen.

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