26-Jährige wegen zahlreicher Drohanrufe in Schwerin vor Gericht

Weil sie Flughäfen, Bahnhöfen und Radiosendern mit Sprengstoffanschlägen drohte, muss sich eine 26-jährige Frau seit Donnerstag vor dem Landgericht Schwerin verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihr das Vortäuschen von Straftaten und die Störung des öffentlichen Friedens vor. Unter anderem wurden nach einem ihrer Drohanrufe im August 2016 auf dem Flughafen München die Starts von zwei Lufthansa-Maschinen abgebrochen, die nach Paderborn beziehungsweise Köln fliegen sollten.

Die Lufthansa fordere knapp 35000 Euro Schadensersatz von ihr, sagte die Angeklagte vor Gericht. Per E-Mail oder SMS hatte sich die Frau zwischen März 2016 und Januar 2017 auch bei den Flughäfen Berlin-Tegel und Düsseldorf, beim Hauptbahnhof Hannover sowie den Sendern Ostseewelle und Radio Regenbogen gemeldet.

In den meisten Fällen waren ihre Drohungen anhand ihres Namens oder ihrer Telefonnummer zurückzuverfolgen. Alle Drohanrufe waren fiktiv - die Frau hatte keine Bomben gebaut oder dies überhaupt geplant.

Der Anwalt der Angeklagten wies auf eine Alkoholsucht und psychische Probleme der Frau hin. Mit den Anrufen habe sie Aufmerksamkeit bekommen wollen. Mit einem Urteil wird im Mai gerechnet.

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