3 Dinge, weswegen es für die Disney-Aktie 2020 richtig gut laufen könnte

Rick Munarriz, Motley Fool beitragender Investmentanalyst

Es ist derzeit wirklich nicht leicht, bei Disney (WKN:855686) im Hinblick auf das Jahr 2020 pessimistisch zu sein. Disney hat einen Lauf und sogar die Allzeithochs, die die Aktie 2015 erreicht hat, endlich durchbrochen.

Disney hat 2019 den Markt geschlagen. Schauen wir doch mal, was dazu führen könnte, dass die Aktie 2020 noch weiter steigt.

1. Disney+ könnte größer werden, als man denkt

Disney+ war die große und wichtige Neuigkeit im Jahr 2019. Disneys Aktie stieg seit der Verkündung im vergangenen Frühjahr, bei der eine aggressive Preisstrategie und die riesige Mediathek für den Streaming-Service angekündigt wurden.

Disney+ hatte Mitte November vom Start weg 10 Millionen Abonnenten. Mit dem Star Wars-Spinoff The Mandalorian hat das Unternehmen auch seinen ersten eigenen Hit. Wenn Disney+ weiter erfolgreich ist, dürften mehr und mehr Kunden von Kabel- und Satellitenanbietern abwandern, was weitere Disney+-Abonnements bedeuten würde.

Disney kommt es zugute, wenn es direkt mit der Fangemeinde in Kontakt ist. Disney wird einen besseren Einblick in das bekommen, was die Kunden sehen und sehen wollen, und das sollte helfen, bessere Programmentscheidungen zu treffen. Und es funktioniert ja jetzt schon. Man stelle sich vor, was der Konzern mit dem Detailwissen zu rund 20 Millionen Abonnenten anzustellen weiß, ganz ohne Zwischeninstanz.

2. Die Freizeitparks in den USA könnten noch besser laufen

Eines der überraschenden Probleme bei Disney in diesem Jahr war die schleppende Entwicklung der Besucherzahlen in den Freizeitparks. Die Besucherzahlen in Disneyland sind in aufeinander folgenden Quartalen zurückgegangen, und in Disney World sind sie im dritten Quartal zurückgegangen, bevor es in der Sommerhochsaison wieder bergauf ging.

Ein Teil der Verlangsamung wurde erwartet, da Disney die Preise erhöht und seine Jahreskarten stärker eingeschränkt hat. Die Einnahmen gehen trotz der trägen Besucherzahlen nach oben. Aber was passiert, wenn im Jahr 2020 wieder mehr Leute kommen und die durchschnittlichen Einnahmen pro Besucher steigen?

Wir wissen bereits, dass ein heiß erwartetes Fahrgeschäft in Disneyland einigen Hype erzeugt. Star Wars: Rise of the Resistance ist seit der Eröffnung in Florida Anfang des Monats ein Knüller, und in ein paar Wochen wird dieses auch in Disneyland starten. Der Avengers Campus kommt dann in den California Adventure Park, der Ende 2020 in Disneyland eröffnet wird. Weitere große und spektakuläre Fahrgeschäfte sollen folgen. Solange die Weltwirtschaft nicht in eine Rezession fällt, dürften Disneys Freizeitparks wieder schneller wachsen.

3. Disneys Kinofilme werden 2020 erneut Kassenschlager

Und dann sind da noch die Filme. Disney hat die sieben Filme mit dem höchsten Umsatz in den USA im Jahr 2019 geliefert, und da die Blockbuster-Franchises wie Avengers und Star Wars im Jahr 2020 eine Pause einlegen, kann man erwarten, dass es hier bergab gehen wird. Aber nicht so schnell.

2020 kommen zwei Pixar-Filme, also kann man noch mehr atemberaubende, computeranimierte Features von Disney erwarten. Mulan wird als Real-Film kommen. Jungle Cruise wird der nächste Disney-Klassiker sein, der seine eigene Film-Franchise bekommt. Auch Marvels The Eternals sollte man auf dem Zettel haben.

Ein weiterer strategischer Schritt, den es hier zu beobachten gilt, ist, dass Disney zwischen Mulan und der Veröffentlichung von Raya and the Last Dragon im November den schnell wachsenden asiatischen Filmmarkt, in dem es auch immer mehr Freizeitparks gibt, stärker ins Visier nimmt. Gut, vielleicht bleibt man 2020 an den Kinokassen hinter dem starken Jahr 2019 zurück, aber es könnte eine neue Welle von Hits geben, die die Freizeitparks und das Wachstum von Disney+ in den kommenden Jahren ankurbeln könnte. Disney weiß, was es tut.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Walt Disney. Rick Munarriz besitzt Aktien von Walt Disney.

Dieser Artikel erschien am 29.12.19 auf Fool.com und wurde für unsere deutschen Leser übersetzt.

Motley Fool Deutschland 2020