30 Jahre Haft für US-Sänger R. Kelly

Der US-Sänger R. Kelly (55) ist zu einer Haftstrafe von 30 Jahren und einer Geldstrafe von umgerechnet 95.000 Euro verurteilt worden. Bereits im vergangenen Jahr hatte eine Jury den Musiker in allen neun Anklagepunkten - darunter sexuelle Ausbeutung Minderjähriger, Kidnapping und Bestechung - für schuldig befunden.

Staatsanwalt Breon Peace: "Dies ist ein bedeutendes Ergebnis für alle Opfer von R. Kelly und insbesondere für die, die so tapfer über den schrecklichen und sadistischen Missbrauch ausgesagt haben, den sie erlitten haben. R. Kelly ist ein Raubtier."

Missbrauchsopfer Jovante Cunningham: "Ich habe diese Reise vor 30 Jahren begonnen. Ich war 14 Jahre alt, als ich Robert Sylvester Kelly begegnete. Ich hätte nicht gedacht, dass die Justiz sich doch auch für schwarze und braune Mädchen einsetzt."

Die Verteidigung will in Berufung gehen. Sie hatte eine deutlich geringere Strafe gefordert und betonte das vor Gericht noch einmal. Kelly sei das "Produkt seiner Kindheit" - einer extrem schwierigen Kindheit, geprägt von sexuellem Missbrauch, Armut und Gewalt, sagte Verteidigerin Bonjean. Zudem sei Kelly ein "Musik-Genie" und habe der Gesellschaft dadurch und auch durch seine Spendenbereitschaft viel gegeben. Seine Verbrechen seien schwerwiegend gewesen, rechtfertigten aber nicht eine Strafe in diesem Ausmaß, das für den unter Diabetes leidenden Sänger quasi einer lebenslangen Haftstrafe gleichkäme.

Kelly sei kein "grausames Monster".

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