30 Jahre Mauerfall: Als 100.000 DDR-Bür­ger Hamburg stürmten

Der 9. November 1989, der Tag des Mauerfalls, ist ein Donnerstag. Am Sonnabend drauf erlebt Hamburg etwas, was noch wenige Tage vorher völlig undenkbar gewesen wäre: Menschen aus der DDR kommen in Scharen. Nicht um zu bleiben, sondern als Touristen. Die Stadt ist mit einem Mal voll mit Trabis und Wartburgs. Und Leuten, denen man schon an der Garderobe die Herkunft ansieht. 100.000 sind es allein am ersten von etlichen „Deutsch-deutschen Wochenenden“, die nun folgen werden. Herzergreifend, mit was für einer Freundlichkeit die Gäste willkommen geheißen werden! Viele, ob „Ossis“ oder „Wessis“, weinen vor Freude, aber niemand schämt sich seiner Tränen.

„Was war das doch für eine Euphorie! Wunderbar!“, erzählt Freya Steps, eine Frau aus Bahrenfeld, die damals in der Zentrale der Allianz-Versicherung am Großen Burstah arbeitete. Sie erzählt, dass auf der B5 von Bergedorf nach Hamburg nichts mehr ging. „Da stand ein Trabi hinter dem anderen, Stoßstange an Stoßstange. Sie alle wollten nach Hamburg, wollten ,Wessis gucken'“, sagt die 82-Jährige.

Später sei dann die ganze City voll gewesen mit den fremden Fahrzeugen. „Die parkten kreuz und quer, überall, auch im Halteverbot.“ Als am Jungfernstieg ein falsch abgestellter Lada abgeschleppt werden sollte, da probten die sonst friedlichen...Lesen Sie den ganzen Artikel bei mopo