Mindestens 67 Tote nach Flugzeugabsturz in Nepal - schlimmstes Unglück seit 30 Jahren

In der nepalesischen Stadt Pokhara ist ein Flugzeug mit 72 Menschen an Bord abgestürzt. Rund 300 Polizisten und Militärangehörige sind an den Rettungsmaßnahmen beteiligt. Die Polizei teilte mit, dass 67 Tote geborgen wurden. Offenbar hat niemand an Bord den Absturz überlebt.

Es ist das schlimmste Luftfahrtunglück seit Jahrzehnten in Nepal.

Zunächst seien die ersten Leichen in verschiedene Krankenhäuser gebracht worden, sagte der stellvertretende Unterinspektor der nepalesischen Polizei, Rudra Thapa, wie die Kathmandu Post berichtet.

Das Flugzeug war auf einem Inlandsflug zum beliebten Urlaubsort Pokhara unterwegs. Das Unglück passierte kurz vor der Landung um 11 Uhr vormittags Ortszeit.

Die nepalesische Behörde für zivile Luftfahrt teilte in einem Statement mit, dass 68 Passagiere sowie 4 Crewmitglieder sich an Bord befanden. Unter den Passagieren seien 15 Ausländer gewesen: Fünf Inder, vier Russen und jeweils ein Passagier aus Irland, Australien, Argentinien und Frankreich.

Der beliebte Erholungsort Pokhara wird auf religiösen Pilgerfahrten besucht und ist Ausgangspunkt von Trekkingtouren in den Himalaya.

Rettungskräfte besprühten am Sonntagmorgen die Teile der zweimotorigen ATR 72 mit Wasser, um das Feuer inmitten der Trümmer des Flugzeugs zu löschen, wie AFP-Journalisten beobachteten.

Ministerpräsident Pushpa Kamal Dahal rief Sicherheitskräfte und die Öffentlichkeit dazu auf, den Rettungseinsatz zu unterstützen.

Fotos und Videos auf Twitter zeigten Rauch, der von der Absturzstelle aufstieg, sowie Rettungskräfte und zahlreiche Menschen, die sich um das Flugzeugwrack versammelten. Die Ursache des Absturzes war zunächst unbekannt.

In den nepalesischen Gebirgen ändert sich das Wetter oft sehr schnell.

Keine nepalesische Fluggesellschaft erfüllt die Sicherheitsansprüche der Europäischen Union.