580.000 Menschen rutschten trotz Arbeitslosenversicherung direkt in Hartz IV

Fast 600.000 Menschen sind einem Medienbericht zufolge trotz einer zuvor bestehenden versicherungspflichtigen Beschäftigung direkt in die staatliche Hartz IV-Grundsicherung gerutscht. Besonders betroffen seien Künstler und andere Kreative mit nur kurzzeitigen Arbeitsverhältnissen, schrieb die "Saarbrücker Zeitung" (Montagsausgabe) unter Berufung auf die Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen-Fraktion im Bundestag.

Die Betroffenen erfüllten demnach entweder die Voraussetzungen für Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung nicht oder verdienten vorher so wenig, dass sie ihre Bezüge mit Hartz IV aufstocken mussten. Insgesamt ging es laut Regierung rund 580.000 Menschen so.

Die Grünen im Bundestag kritisierten dies scharf. Künstler und andere kurzfristig Beschäftigte müssten damit rechnen, trotz Beitragszahlungen nur in Ausnahmefällen Arbeitslosengeld zu erhalten, sagte deren arbeitsmarktpolitische Sprecherin Brigitte Pothmer. "So droht die Arbeitslosenversicherung ihre Legitimation zu verlieren."

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