59-Jährige will Baby ihrer toten Tochter austragen

59-Jährige will Baby ihrer toten Tochter austragen

Kuriose Geschichte aus Großbritannien: Nachdem ihre 23-jährige Tochter den Kampf gegen Krebs verloren hat, will eine 59-jährige Frau ihr eigenes Enkelkind austragen - mit den eingefrorenen Eiern ihrer toten Tochter. Das berichtet die "Mail on Sunday". Die Britin und ihr Mann beteuern, dass dies der letzte Wunsch ihres Mädchens gewesen sei. Nun plant die Frau, die anonym bleiben möchte, eine künstliche Befruchtung der Eizellen ihrer toten Tochter mit dem Sperma eines Spenders.

Als die Verstorbene die Diagnose Darmkrebs bekam, hatte sie sich dazu entschlossen, Eizellen einfrieren zu lassen, um vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt ihren Kinderwunsch erfüllen zu können - doch tragischerweise verstarb sie vor vier Jahren an der tückischen Krankheit. Ihre Mutter wandte sich daraufhin an diverse britische Kliniken, mit der Bitte, sich künstlich befruchten zu lassen, doch alle lehnten ab. Nun hofft die 59-Jährige in New York ein Krankenhaus zu finden, das den Eingriff macht.

Zwar hätten bereits diverse Ärzte dem Paar mitgeteilt, dass eine künstliche Befruchtung bei Frauen in diesem Alter beinahe unmöglich sei. Zudem könnte auch das Baby schwere Folgen davontragen. Doch der Ehemann der 59-jährigen Frau wolle dem letzten Wunsch seiner toten Tochter nachkommen, ein Richter soll nun darüber entscheiden, ob die künstliche Befruchtung erlaubt wird.

Inzwischen hätten sogar Politiker und Wahlkämpfer das Vorhaben der 59-jährigen Britin stark kritisiert. Sie vertreten die Meinung, dass es nicht korrekt wäre, ein Baby auf die Welt zu bringen, dessen Mutter schon seit Jahren tot ist. Das Oberste Gericht soll nun entscheiden.
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