6 Tipps, die dir helfen können, deine Angst zu überwinden

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Ob Flugangst, Spinnenphobie oder Höhenangst, die meisten Menschen fürchten sich vor etwas. Es gibt sogar Leute, denen Clowns einen eiskalten Schauer über den Rücken jagen. Wenn Phobien unseren Alltag kontrollieren, sollten wir etwas dagegen tun. Und das ist oft gar nicht so einfach. Doch es gibt Wege, diese Ängste in den Griff zu bekommen. Ein Experte verrät, was jeder von uns selbst dagegen tun kann.

Viele Menschen leiden unter Ängsten (Symbolbild: Getty Images)
Viele Menschen leiden unter Ängsten (Symbolbild: Getty Images)

"Prinzipiell sind in uns allen Ängste vorhanden. Die Angst hat einen Sinn. Sie will uns davor schützen, einen Blödsinn im Leben zu machen“, sagt Buchautor und Arzt Dr. med. Georg Weidinger in einem Interview mit "Bookberry PR“. "Ohne Ängste würden wir unnötig unser Leben riskieren, uns immer wieder unnötig Gefahren aussetzen.“

Dass viele Menschen Ängste haben, bemerkt man oft schon im eigenen Umfeld. "Wenn man mit Freund*innen und Bekannten redet, wird man auch schnell feststellen, dass Ängste mittlerweile viele Menschen haben und nicht stigmatisieren“, erklärt Weidinger.

Was können wir selbst gegen Ängste tun? 

In unserer Tradition könne man sich den Ursachen der Ängste stellen und sie auflösen, glaubt Weidinger. Da könne ein Coach oder ein Psychotherapeut helfen. Er fügt jedoch hinzu: "In der Chinesischen Medizin wird man den Körper und damit den Geist durch gute Ernährung und regelmäßige Bewegung stärken", so der Arzt, der selbst ein Spezialist auf dem Gebiet der Traditionellen Chinesischen Medizin ist.

In seinem Buch "Frei von Angst durch die Heilung der Mitte“ behauptet Georg Weidinger, dass die Heilung der Mitte das A und O bei der Angstbekämpfung ist – und das fange schon bei der Ernährung und unserer Lebensweise an. "Als Therapie kümmert man sich um die Mitte, und oft verschwindet schon allein dadurch die Angst“, sagt der Experte. Wer lieb zu seiner Mitte sein möchte, sollte sich für mindestens drei bis vier Wochen an folgende sechs Punkte halten:

1. Frühstücke warm!

Beginne den Tag gut und warm. Die Milz braucht es. Gib’ der Milz in der Früh viel Energie und Wärme, ohne dass sie dafür arbeiten muss. Dann kannst du die Kapazität der Milz zum Denken nutzen.

2. Trinke warm!

Wenn es heiß ist, trinke auch am besten warm, zum Beispiel einen Pfefferminztee, der zwar warm getrunken wird, aber seiner Energetik nach kühlend wirkt. Achte darauf, dass die Basis des Essens warm und gekocht ist und dass du saisonale Lebensmittel verwendest. Abends solltest du außerdem nichts Rohes oder schwer Verdauliches essen. Weidinger: "Mein Spruch dazu lautet: Je später, desto Suppe."

3. Kaue gut!

Du kannst so lange kauen, bis dein Essen zu einer Suppe wird. So verdaust du auch Rohes oder schwer Verdauliches halbwegs im Mund vor und der Magen hat dann ein leichteres Spiel. "Slow is beautiful“ heißt hier das Motto.

4. Genieße dein Essen!

Die Chinesen haben noch einen wichtigen Leitsatz: "Das Essen dient der Gesunderhaltung.“ Verwende sehr hochwertige Lebensmittel, auch wenn du dafür ein wenig mehr bezahlst. Es schmeckt besser und ist gesünder. Ein weiteres Schlüsselwort ist Verzicht. Wenn du dir gewisse Dinge nur einmal pro Woche gönnst, hat das eine ganz andere Wertigkeit, als wenn du diese täglich isst.

5. Esse heimisches Obst!

Ideal ist es, wenn du den Apfel zum oder nach dem Frühstück oder Mittagessen isst und auch in aller Ruhe kaust.

6. Nimm "gute“ Kohlenhydrate zu dir!

Iss so wenig wie möglich Zucker und Kohlenhydrate mit hoher glykämischer Last! Lasse Gluten so weit wie möglich weg!

Mehr Tipps und Inspiration kannst du dir in "Frei von Angst durch die Heilung der Mitte“ von Dr. med Georg Weidinger holen:

"Frei von Angst durch die Heilung der Mitte"

"Frei von Angst durch die Heilung der Mitte" von Dr. med. Georg Weidinger (Bild: Kneipp Verlag)
"Frei von Angst durch die Heilung der Mitte" von Dr. med. Georg Weidinger (Bild: Kneipp Verlag)

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Wenn aus Angst eine "Angststörung“ wird

Problematisch werde es Georg Weidinger zufolge aber dann, wenn aus einer Angst eine "Angststörung“ wird: "Wenn die Angst nicht von selbst wieder weggeht, wenn sie nicht nur in gefährlichen Situationen auftritt, sondern ständig, wenn die Angst den Alltag so dominiert, dass man kein normales Leben mehr führen kann.“

"Angst wird dann zu einer Angststörung, wenn sie den Alltag und das tägliche Wohlbefinden dominiert. Wenn man zum Beispiel in der Früh aufsteht und schon Angst vor dem Tag hat, Angst, hinauszugehen, unter Menschen, Angst mit der U-Bahn zu fahren, Angst vor der Anstrengung in der Arbeit, Angst, die an einen gestellten Anforderungen nicht zu schaffen, ist kein normales 'gesundes' Leben möglich“, sagt Georg Weidinger.

Sollte deine Angst dein tägliches Wohlbefinden dominieren, solltest du dir professionelle Hilfe holen. "Das Allerwichtigste ist dabei, sich anderen Menschen anzuvertrauen, sich die Ängste und Sorgen von der Seele zu reden und zu erkennen, dass man nicht alleine ist, dass es Hilfe gibt und dass andere für einen da sind. Dafür gibt es auch großartige soziale Einrichtungen wie das Kriseninterventionszentrum oder die Kummernummer."

Anmerkung der Redaktion: Suizidgedanken sind häufig eine Folge psychischer Erkrankungen. Letztere können mit professioneller Hilfe gelindert und sogar geheilt werden. Wer Hilfe sucht, auch als Angehöriger, findet sie etwa bei der Telefonseelsorge unter der Rufnummer 0800 – 1110111 und 0800 – 1110222. Die Berater sind rund um die Uhr erreichbar, jeder Anruf ist anonym und kostenlos.

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