7 neue Autos im EuroNCAP-Crashtest 2019

feedback@motor1.com (Roland Hildebrandt)
Mazda3, Euro NCAP Crashtest

Audi e-tron/Lexus UX/Mazda 3/Renault Clio/Toyota Corolla/Toyota RAV4/VW T-Cross

Heute hat die europäische Prüforganisation EuroNCAP die Sicherheitsbewertungen von sieben neuen Fahrzeugen veröffentlicht, von denen drei in diesem Jahr erstmals vorgestellt wurden: Audis erstes vollelektrisches Modell, der e-tron, der VW T-Cross und der Lexus UX. EuroNCAP veröffentlicht auch die Ergebnisse des neuen Mazda 3, des Renault Clio V sowie der Neuauflagen von Toyota Corolla und RAV4. Alle sieben Fahrzeuge erreichten die maximale Fünf-Sterne-Bewertung nach den neuesten Testanforderungen.

Weitere EuroNCAP-Crashtests im Überblick:

Da immer mehr neue Stromer auf den Markt kommen, wurden vier Fahrzeuge der Charge als Elektro- oder Hybridmodell getestet. Der e-tron von Audi wurde als vollelektrisch bewertet und kann mit Teslas Modell 3 verglichen werden, das noch in diesem Jahr von EuroNCAP gecrasht werden soll, sowie mit Jaguars I-Pace und Nissan Leaf, die 2018 unter dem gleichen Bewertungssystem getestet wurden. Der Corolla, der RAV4 und der UX sind Hybridfahrzeuge.

Blicken wir zunächst auf Toyota: Der Schutz erwachsener Insassen wurde mit 95 Prozent (Corolla) beziehungsweise 93 Prozent (RAV4) bewertet, der von Kindern mit 84 Prozent (Corolla) und 87 Prozent (RAV4). Beim Fußgängerschutz werden 86 Prozent respektive 85 Prozent erzielt. Für die Sicherheitssysteme vergibt die unabhängige Prüforganisation an beide Modelle 77 Prozent.

Der Toyota Corolla, Nachfolger des Auris, wurde in Zusammenarbeit mit der Schwesterorganisation Australasian NCAP von EuroNCAP als Limousine und Fließheck getestet. Beide Varianten teilen das gleiche volle 5-Sterne-Ergebnis. In der gleichen Kategorie finden wir den Clio V und seinen Rivalen den Mazda 3. Beide haben sich in den Tests zum Schutz von Erwachsenen und Kindern hervorragend geschlagen und sind damit starke Teilnehmer in der Kategorie "Small Family Car Best in Class".

Der neue VW T-Cross ist ein kleines SUV, das auf dem 2017 getesteten Polo basiert. Während der Polo bereits viele Sicherheitsmerkmale bietet, fügt der T-Cross serienmäßig einen Spurhalteassistenten hinzu, die ein unbeabsichtigtes Verlassen der Spur verhindert und in einigen kritischeren Situationen eingreift.

EuroNCAP stellt in umfangreichen Testverfahren die häufigsten Unfallszenarien nach. Der T-Cross schnitt in allen Bewertungskategorien mit zum Teil klassenübergreifenden Höchstergebnissen ab. So erzielte er zum Beispiel im Bereich „Insassenschutz für Erwachsene“ einen Erfüllungsgrad von 97 Prozent.

Sehr hoch fiel beim T-Cross die Kindersicherheitsbewertung mit 86 Prozent aus. Die „aktiven Unterstützungssysteme“ wurden mit 80 Prozent bewertet. Neben passiven Schutzvorrichtungen kümmern sich auch „aktive Notbremsassistenten“ um den Schutz von Fußgängern und Radfahrern. In dieser Kategorie wurde mit 81 Prozent eine sehr hohe Bewertung in den aktuell gültigen Bewertungsszenarien erreicht. Aus der Kombination der Detailwertungen ergibt sich die Gesamtwertung, die der T-Cross mit dem Höchstwert von 5 Sternen abschloss.

In den vergangenen Jahren wurden die Testverfahren kontinuierlich verschärft und umfassen derzeit unter anderem verschiedene Kollisionsszenarien. Dazu gehören etwa der Frontalcrash auf Aluminiumbarriere mit 64 km/h und 40 prozentiger Überdeckung, Seitenaufprall mit 50 km/h in die Fahrzeugseitenstruktur und ein Pfahl-Seitenaufprall mit 32 km/h. Außerdem gibt es bei EuroNCAP erhöhte Anforderungen in Bezug auf serienmäßige Fahrerassistenzsysteme.

Michiel van Ratingen, Generalsekretär von EuroNCAP, sagt: "Es ist ermutigend zu sehen, dass alle Hersteller gut abgeschnitten haben, unabhängig von der Art des Antriebsstrangs oder der Klasse des getesteten Fahrzeugs. Neuwagen auf dem Markt bieten immer noch fortschrittlichere Technologien als Standard, Systeme, die vor einigen Jahren noch nicht einmal als Option in Betracht gezogen wurden. Die Fahrzeughersteller müssen auf allen Ebenen reagieren auf die Erwartungen der Verbraucher reagieren, aber die Erhöhung der Sicherheit wird oft durch die Marktbedingungen herausgefordert. Dennoch sehen wir, dass bei vielen der meistverkauften Familienautos Europas der neueste Stand der Sicherheitstechnik zum Standard wird."