77-Jährige bekommt beim Fernsehen Feuerwehreinsatz in eigener Wohnung nicht mit

Weil sie ihren Fernseher auf volle Lautstärke gestellt hatte, hat eine 77-Jährige im niedersächsischen Bomlitz einen Feuerwehreinsatz in ihrer Wohnung nicht mitbekommen. Vermeintlicher Rauch entpuppte sich dann als Dampf aus dem Wäschetrockner

Weil sie ihren Fernseher auf volle Lautstärke gestellt hatte, hat eine 77-Jährige im niedersächsischen Bomlitz einen Feuerwehreinsatz in ihrer eigenen Wohnung nicht mitbekommen. Wie die Polizei in Soltau am Donnerstag mitteilte, meldete ein anderer Bewohner des Mehrfamilienhauses am frühen Mittwochmorgen einen Brand im Erdgeschoss. Polizei und Feuerwehr rückten aus und stellten fest, dass aus einem Fenster vermeintlicher Qualm nach außen drang.

Auch ein Brandmelder sei "deutlich zu vernehmen" gewesen, auf Klingeln und Klopfen an der Haustür habe jedoch niemand reagiert, erklärte die Polizei und ergänzte: "Beim Versuch der Feuerwehr, die Tür mit der Brechstange zu öffnen, quoll Qualm durch den Türspalt." In der Wohnung erlebten die Einsatzkräfte dann eine Überraschung: Laut Polizei "stellten sie fest, dass die 77-jährige Bewohnerin vor ihrem Fernseher saß und von alledem nichts mitbekommen hatte".

Der Fernseher war demnach "so laut eingestellt, dass sie selbst den heulenden Rauchmelder nicht hörte". Der Qualm sei aus einem laufenden Wäschetrockner gekommen, "dessen heißer Dampf durch den zugesetzten Abluftschlauch nicht abziehen konnte und sich einen anderen Weg suchte". Die Frau habe alles "fit und ohne Beeinträchtigungen" überstanden. "Unbeeindruckt von der Situation setzte sie sich wieder vor ihren Fernseher." Die Polizei stellt ihr nun aber eine Rechnung.

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