90 Eier der Lederschildkröte in ecuadorianischem Naturschutzgebiet entdeckt

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Eine Lederschildkröte auf dem Weg ins Meer

In einem Naturschutzgebiet im südamerikanischen Ecuador sind 90 Eier der vom Aussterben bedrohten Lederschildkröte entdeckt worden. Nach Angaben des ecuadorianischen Umweltministeriums vom Donnerstag wurden die Schildkröten-Eier im Reservat Galera San Francisco in der Provinz Esmeraldas an der Grenze zu Kolumbien entdeckt. Die Lederschildkröte, die den wissenschaftlichen Namen Dermochelys coriacea trägt, ist die größte Schildkrötenart der Welt. Im erwachsenen Zustand können Lederschildkröten bis zu drei Meter lang und bis zu einer Tonne schwer werden.

In den vergangenen Monaten gab es aus Ecuador mehrfach erfreuliche Nachrichten zu Lederschildkröten. Seit Anfang Januar schlüpften in der Provinz Manabi 70 Exemplare dieser Art. Nach dem jüngsten Fund installierten Wärter ein Gerät zur Überwachung der Temperatur, um die Entwicklung der Lederschildkröten begleiten zu können.

Die Biodiversität im Reservat Galera San Francisco ist mit jener des Galapagos-Archipels vergleichbar. Schon 2015 und 2017 wurden in dem Reservat Schildkrötennester gefunden. Damals waren aus den Eiern aber keine Jungen geschlüpft.

Die Lederschildkröte lebt in gemäßigt tropischen, subtropischen und subarktischen Gewässern im Pazifischen, Indischen und Atlantischen Ozean. Sie besitzt eine geringe Reproduktionsrate, da nur aus der Hälfte der Eier Jungtiere schlüpfen. Im östlichen Pazifik ist die Schildkröte vom Aussterben bedroht.

ao/isd