Absage an BVB: Hopp: "Nagelsmann bleibt bis 2019 in Hoffenheim"

Milliardär hat Dietmar Hopp Hoffenheim in die Bundesliga gehievt, muss aber seit 2012 kein Geld mehr zuschießen

Sinsheim. Von Pit Gottschalk

Sinsheim. Dietmar Hopp ist 77 Jahre alt und Milliardär, Mäzen des Bundesligisten TSG Hoffenheim und Präsident des renommierten Golfclubs Sankt Leon-Rot. Anfeindungen in Fußballstadien könnten dem Gründer des Software-Riesen SAP gleichgültig sein. Aber kaum kommt die Sprache auf die Hassplakate gegen ihn, zückt er sein Handy und zeigt Fotos von den Beleidigungen und Angriffen. "Widerlich", sagt er und erzählt von erfolgreichen Klagen. So kämpferisch zeigt er sich vor dem Gastspiel heute in Dortmund (18.30 Uhr / Sky live) auch, wenn es um seinen Trainer Julian Nagelsmann geht.

Herr Hopp, wenn wir aus dem Westen zum Interview kommen, wissen Sie: Wir kommen an dem einen Thema nicht vorbei.

Dietmar Hopp: Lassen Sie mich raten: Das Thema fängt mit N an.

Eher mit J — und läuft auf dasselbe hinaus: Julian Nagelsmann. Können Sie überhaupt noch verhindern, dass er im Sommer 2018 zu Borussia Dortmund wechselt?

Julian weiß, dass wir darauf bestehen, dass der Vertrag, den wir mit ihm geschlossen haben, erfüllt wird. Den Vertrag haben wir im Februar 2016 abgeschlossen, als unsere Situation in der Bundesliga fast aussichtslos war und wir vor dem Abstieg standen, und sollte drei Saisons lang gehen. Ich gehe davon aus, dass er bis zum 30. Juni 2019 bei uns ist — am liebsten länger. Ich mache mir keine Illusionen. Wenn er weiterhin so erfolgreich ist, können wir ihn nicht länger halten. Aber bis zum 30. Juni 2019 bleibt er in Hoffenheim.

Haben Sie mit ihm darüber so deutlich gespr...

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