Abschied von Rot-Rot-Grün? SPD strebt auf Bundesebene offenbar anderes Dreierbündnis an

SPD Martin Schulz

Eine Woche nach der Saarland-Wahl gewinnt die Debatte über eine mögliche Koalition von SPD, FDP und Grünen an Fahrt.

Der „Spiegel“ berichtete am Samstag ohne Nennung von Quellen, sowohl SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz als auch EX-SPD-Chef

Sigmar Gabriel

hätten intern erklärt, die sogenannte Ampel sei ihr bevorzugtes Bündnis. FDP-Chef Christian Lindner schloß ein Bündnis mit SPD und Grünen nicht aus, sah aber größere inhaltliche Überscheidungen mit der CDU. Linksparteichefin Katja Kipping warnte, eine Wende zu einer sozialeren Politik werde es von der SPD nur im Verbund mit ihrer Partei geben.

Aus der saarländischen Landtagswahl war die CDU vor einer Woche als klare Siegerin hervorgegangen. Nach Ansicht von Wahlforschern lag das unter anderem daran, dass Wähler von einer möglichen Regierungsbeteiligung der Linkspartei abgeschreckt wurden und deswegen die SPD unter den erhofften Ergebnissen lag. Unmittelbar nach der Wahl sah Schulz keinen Grund für einen Kurswechsel und hielt daran fest, auf eine Koalitionsaussage zu verzichten.

Der „Spiegel“ berichtete, das SPD-Präsidium habe als Konsequenz aus der Saar-Wahl beschlossen, die Linke härter anzufassen. Zwar solle Rot-Rot-Grün nicht ausgeschlossen werden, aber man wolle die Linke zwingen, zu strittigen Fragen wie den Umgang mit der Nato oder der Europäischen Union konkret Stellung zu nehmen. Ex-SPD-Chef und Altkanzler Gerhard Schröder erklärte, er halte ein Bündnis mit der Linkspartei für kaum machbar, solange dort Ex-Parteichef Oskar Lafontaine und dessen Ehefrau Sahra Wagenknecht großen Einfluss hätten.

Weiterlesen auf businessinsider.de

Mit Yahoo Nutzung stimmen Sie zu, dass Yahoo und Partner Cookies für Personalisierungs- und andere Zwecke nutzen