Abstimmung über das Ende von Abstimmungen?

Das Experiment "demokratisches Facebook" wurde für gescheitert erklärt: In einem Statement teilte Facebooks Kommunikations-Vizepräsident Elliot Schrage mit, man überprüfe das "aktuelle Verfahren zur Regelung der Seitennutzung". Jenes sah bisher vor, dass User des sozialen Netzwerks angekündigte Änderungen in der Nutzungsordnung unter www.facebook.com/fbsitegovernance eine Woche lang diskutieren und bei hoher Kommentarzahl zur Abstimmung bringen konnten. Allerdings bemühte sich Facebook zum Unmut von Datenschützern nicht sonderlich aktiv darum, Netzwerkmitglieder über diese Regelung oder gar laufende Abstimmungen zu informieren. Die 30-Prozent-Userbeteiligung, die Facebook für eine gültige Abstimmung voraussetzte, war unter diesen Umständen kaum zu erreichen. Facebook wolle nun "die Abstimmungskomponente des Verfahrens zugunsten eines Systems zu beenden, das zu inhaltlich sinnvolleren Rückmeldungen und Interaktionen führt". User-Feedback werde man weiterhin "sorgfältig prüfen, bevor wir irgendwelche Änderungen übernehmen. Darüber hinaus werden wir zusätzliche Benachrichtigungsmethoden anbieten, um dich über diese Änderungen zu informieren", stellt Schrage vage in Aussicht. Ob eine letzte Abstimmung darüber wohl zustande kommt?

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