Acht Jahre Haft für Sprengung von eigenem Wohnhaus in Hessen

Zu acht Jahren Gefängnis hat das Landgericht Darmstadt einen Mann verurteilt, der im März sein eigenes Haus wegen einer bevorstehenden Zwangsversteigerung in die Luft sprengte. Mit dem Strafmaß für die vorsätzliche Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion ging das Gericht am Donnerstag noch über die Forderung der Staatsanwaltschaft hinaus, wie ein Gerichtssprecher sagte. Die Anklagebehörde wollte sieben Jahre und drei Monate Haft für den 60-Jährigen.

Die Verteidigung plädierte hingegen auf einen Freispruch. Das Gericht befand den Mann nach der Beweisaufnahme aber für schuldig, im März sein Haus in Birkenau-Löhrbach zerstört zu haben, um einer Zwangsversteigerung zu entgehen. Dafür habe er Gas entzündet und einen Kraftstoff im Innern des Gebäudes verteilt. Infolge der Explosion kam es zu einem Brand, das Haus brannte bis auf die Grundmauern nieder.