Acht womöglich bewohnbare Exoplanten entdeckt

"Es sind vielversprechende Kandidaten": Forscher haben zwei möglicherweise erdähnliche Exoplaneten entdeckt. Sie umkreisen in 470 beziehungsweise 1100 Lichtjahren Entfernung rote Sterne. Das Archivfoto vom nächtlichen Sternenhimmel entstand in Langzeitbelichtung

Forscher haben außerhalb unseres Sonnensystems acht neue Planeten entdeckt, von denen zwei der Erde so ähnlich sein sollen wie keine anderen zuvor beobachteten Exoplaneten. Kepler 438b und Kepler 442b umkreisen in 470 beziehungsweise 1100 Lichtjahren Entfernung rote Sterne, wie die Forscher auf dem Jahrestreffen der American Astronomical Society in Seattle enthüllten.

Die meisten der acht neu entdeckten Himmelskörper seien womöglich aus Gestein wie die Erde, sagte Guillermo Torres vom Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics. Und sie befänden sich wohl in einer "bewohnbaren" Zone, in der es flüssiges Wasser geben könnte.

Die Vorstellung, auf anderen Planeten als der Erde könnte es Leben geben, ist zwar faszinierend. Doch sind Kepler 442b und Kepler 438b so weit weg, dass es eine extreme Herausforderung ist, sie näher in Augenschein zu nehmen. Entdeckt wurden sie mithilfe des Weltraumteleskops Kepler. Sie sind aber zu klein, als dass sie mit Messungen der Masse als Planeten bestätigt werden könnten. Die Wahrscheinlichkeit berechnete ein Computerprogramm namens Blender.

Die beiden erdähnlichsten Exoplaneten sind demnach um zwölf Prozent beziehungsweise um ein Drittel größer als die Erde. "Wir wissen nicht mit Bestimmtheit, ob einer der Planeten wirklich bewohnbar ist", sagte Co-Forscher David Kipping. "Alles was wir sagen können ist: Es sind vielversprechende Kandidaten."