Achtung, Einbruchgefahr! So markieren Diebe potentielle Einbruchsziele mit Klebestreifen

Woher wissen Einbrecher eigentlich, dass niemand zu Hause ist? (Symbolbild: Getty Images)

Sogenannte “Gaunerzinken” sind so alt wie das Einbruchsgewerbe selbst. Doch neben den verschlüsselten Kreidezeichen gibt es noch weitere Methoden, mit denen Verbrecherbanden offenbar ihre Ziele markieren: Mit durchsichtigen Klebestreifen testen Sie zum Beispiel, ob die Bewohner zu Hause sind.

Vor einigen Jahren machten Berichte von merkwürdigen Symbolen die Runde, die an Hauswänden auftauchten. Die Rede war von der Rückkehr der Gaunerzinken: geheime Zeichen, mit denen Einbrecher Informationen untereinander austauschen. Allerdings ist kein Fall in jüngster Vergangenheit bekannt, bei dem solche Zeichen tatsächlich mit einem Einbruch in Verbindung gebracht werden konnten.

Doch dass professionelle Einbrecher ihre potentiellen Ziele im Voraus beobachten und erst zuschlagen, wenn sie sich ihrer Sache sicher sind, ist bekannt. Nun kündigt sich die Renaissance eines weiteren Tricks an: Durchsichtiger Klebestreifen auf Türschlössern verraten den Verbrechern, ob ihre Opfer zu Hause sind.

Die Tricks der Einbrecher

Wie das irische Online-Portal “independent.ie” berichtet, bemerkten Einwohner der irischen Hauptstadt Dublin in letzter Zeit vermehrt kleine Streifen aus durchsichtigem Klebeband auf ihren Türschlössern. Mehrere Anwohner wendeten sich an die Polizei. Der zuständige Stadtrat Ciarán Cuffe bestätigt die Vorfälle und erklärt: “Auf diese Weise kann festgestellt werden, ob ein Haus in Benutzung ist […]. Ich könnte mir vorstellen, dass böse Absichten, etwa Einbruchsvorbereitungen, dahinter stecken. Doch es könnte sich auch um etwas ganz anderes handeln.”

Auch in Deutschland wurden Markierungen mit Klebestreifen bereits dokumentiert. Der “Weser-Kurier” berichtete davon schon 2015. In der Meldung bestätigte der Pressesprecher der Bremer Polizei, Dirk Siemering, das Vorgehen der Einbrecher. “Ähnliche Methoden sind das Verrücken einer Fußmatte, eines Blumenkübels oder das Positionieren von Steinen vor der Haustür,” sagte Siemering damals.

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