Achtung, neue Betrugsmasche per SMS!

·Freiberufliche Journalistin

Derzeit kursieren vermehrt betrügerische SMS mit Bezug auf den Mobilfunkanschluss von Handy-Nutzer*innen. Die Verbraucherzentrale warnt und erklärt, was dahinter steckt.

Smishing: Betrug per SMS. (Bild: Getty Images)
Smishing: Betrug per SMS. (Bild: Getty Images)

Daten kapern, Geld abzocken – wer Internet und Mobilfunk nutzt, muss ständig auf der Hut sein, um nicht in eine Falle zu tappen. Mit immer neuen Betrugsmaschen versuchen Kriminelle an sensible Daten zu kommen, Geld abzuzocken oder fragwürdige und teure Abos abzuschließen.

Derzeit warnt die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen vor einer Betrugsmasche per SMS. Die Methode wird auch Smishing genannt. Dabei versuchen die Betrüger*innen direkten Bezug auf den Telefonanschluss von Nutzer*innen zu nehmen, um sie dazu zu bringen, in den SMS enthaltene Links anzutippen.

Angebliche neue Voicemails

Bereits im Sommer vergangenen Jahres wurden ähnliche SMS verschickt, nun tritt das Problem wieder verstärkt auf. "Sie grassieren offenbar wieder: SMS von Betrügern, die über angebliche neue Sprachnachrichten informieren. Wer den enthaltenen Link antippt, soll eine App installieren. ACHTUNG: Diese App ist schädlich!“, warnt die Verbraucherzentrale aktuell auf ihrer Facebook-Seite.

Die betrügerischen SMS enthalten laut Verbraucherzentrale Texte wie in diesen Beispielen:

"Sie haben eine neue Mitteilung von Ihrem Dienstanbieter erhalten"

"Sie haben einen verpassten Anruf. Der Anrufer hat Ihnen eine Nachricht hinterlassen"

"Verpasster Anruf. Die aufgezeichnete Nachricht ist verfuegbar unter"

"Am 08.02. um 20:10 Uhr wurde eine Voicemail-Nachricht fur Sie hinterlassen. Bitte besuchen Sie"

"Neue Nachricht des Mobilfunkbetreibers"

"Sie . - haben zwei neue . Sprachnachrichten erhalten"

"Ich mochte dir eine Sprachnachricht uber HeyTell . senden. Link: {yi2}"

"Free Msg: <h> Neue Nachricht! Klicekn Sie auf den Link, um sie zu lesen:"

"Sie . haben eine MMS-Nachricht_ erhalten. Lesen Sie . hier:"

"Sie haben eine MMS-Nachricht - erhalten. Lesen (p2a) Sie hier: "

"Uberprufen Sie Ihre Voicemail - Sie haben eine neue Nachrich t"

"<Betreff: Voicemail> Sie haben zwei neue Sprachnachrichten erhalten: [Link] jn"

Wer in den SMS enthaltene Links antippt, landet auf Internetseiten, die beispielsweise ein Vodafone-Logo enthalten und deshalb so wirken, als handele es sich um ein Angebot vom Mobilfunkanbieter.

So k&#xf6;nnen Internetseiten aussehen, die sich nach Antippen eines Links &#xf6;ffnen. Die Seite in diesem Beispiel hat eine russische Internetadresse (.ru). (Bild: Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen)
So können Internetseiten aussehen, die sich nach Antippen eines Links öffnen. Die Seite in diesem Beispiel hat eine russische Internetadresse (.ru). (Bild: Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen)

Nutzer*innen werden dann aufgefordert, eine App herunterzuladen und falls die Installation verhindert würde unter Einstellungen die Funktion Installation von unbekannten Apps zu aktivieren.

Das sollten Sie tun

Grundsätzlich gilt: Öffnen Sie keine Links in SMS unbekannter Herkunft und antworten Sie auch nicht auf diese Nachrichten. Im besten Fall löschen Sie solche SMS sofort. Haben Sie sich doch verleiten lassen, einen Link anzuklicken, stimmen Sie keiner Installation zu.

Wer doch in die Falle getappt ist, dem raten die Verbraucherschützer*innen, den Flugmodus am Handy zu aktivieren, damit die App keine Daten mehr über das Internet senden kann. Zudem sei es empfehlenswert, als Beweis Bildschirmfotos zu machen und Anzeige bei der Polizei zu erstatten. Auch sollte der Mobilfunkanbieter informiert werden, da etwa durch den eventuellen Versand von Massen-SMS Kosten verursacht werden können.

So entfernen Sie schädliche Apps

Um eine schädliche App wieder vom Handy zu entfernen, rät die Verbraucherzentrale, das Smartphone im abgesicherten Modus neu zu starten und nach kürzlich installierten und unbekannten Apps zu suchen. "Im schlimmsten Fall hilft nur ein Zurücksetzen des Geräts in den Auslieferungszustand."

Weitere Informationen zum Thema "Smishing" finden Sie hier auf den Internetseiten der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen.

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