ADAC schreibt trotz Rekord-Mitgliederzahl rote Zahlen

Der ADAC hat die Vertrauenskrise nach dem Manipulationsskandal vor drei Jahren hinter sich gelassen, steckt aber in den roten Zahlen

Der ADAC zählt zwar nach der Vertrauenskrise durch den Manipulationsskandal vor drei Jahren so viele Mitglieder wie nie, schreibt aber rote Zahlen. Trotz der hohen Mitgliedsbeiträge von mehr als 1,2 Milliarden Euro im vergangenen Jahr werde der Automobilclub einen Jahresfehlbetrag von 26 Millionen Euro ausweisen, sagte ADAC-Präsident August Markl der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" vom Montag. "Die Mitgliedsbeiträge decken derzeit nicht die Kosten der Hilfeleistungen, allen voran der Pannenhilfe."

Ende Februar zählte der Autofahrerclub demnach 19,7 Millionen Mitglieder, 456.000 mehr als im Vorjahr und so viel wie noch nie in der 114 Jahre währenden Vereinshistorie. "Die Menschen vertrauen dem ADAC wieder", sagte Markl.

Vor gut drei Jahren war bekannt geworden, dass der ADAC jahrelang die Leserwahl zum Autopreis "Gelber Engel" manipuliert hatte. Der Skandal um den Autopreis und weitere Vorwürfe stürzten den Verein in eine Krise, er verordnete sich deshalb tiefgreifende Reformen.

Mit Yahoo Nutzung stimmen Sie zu, dass Yahoo und Partner Cookies für Personalisierungs- und andere Zwecke nutzen