HypoVereinsbank bestätigt Razzia wegen Steuerhinterziehung

Staatsanwaltschaft Frankfurt ermittelt

Die HypoVereinsbank (HVB) hat eine Durchsuchung der Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung bestätigt. Es gehe um Aktientransaktionen in den Jahren 2006 bis 2008, die "in zeitlicher Nähe zum Zeitpunkt der Dividendenzahlungen getätigt worden seien", teilte die HVB am Donnerstag in München mit. Die daraus resultierenden Kapitalertragsteuergutschriften seien vom Finanzamt beanstandet worden. Erste Hinweise habe es bereits im Jahr 2011 gegeben. Die Bank habe daraufhin eine "eingehende Prüfung der Vorgänge" veranlasst und kooperiere mit den Behörden.

Am Mittwoch seien im Zuge von Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main die Geschäftsräume der HVB in München durchsucht worden, teilte die Bank mit. Laut Bericht der "Süddeutschen Zeitung" soll die Bank mitgewirkt haben, den Fiskus bei Aktienhandelsgeschäften um knapp 124 Millionen Euro zu betrügen.