Adventskalender von Chanel sorgt für Ärger

·Freie Journalistin
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Keine andere Brand strahlt mehr Luxus und Stilgespür aus als das französische Modehaus Chanel. Einen riesen Fauxpas leistete sich Chanel nun allerdings mit seinem diesjährigen Adventskalender, für den Fashion-Fans rund 700 Euro berappen mussten, dessen Inhalt aber mehr als enttäuschend war, wie eine Influencerin beim Unboxing bewies.

Die Optik des Luxus-Adventskalenders ist dem ikonischen Flakon des Parfumklassikers
Die Optik des Luxus-Adventskalenders ist dem ikonischen Flakon des Parfumklassikers "N° 5" nachempfunden. (Bild: Getty Images)

Außen hui, innen pfui: Dass die inneren Werte mehr zählen als ein hübsches Äußeres scheint das Unternehmen Chanel wohl nicht verstanden zu haben. Zum 100-jährigen Jubiläum des Parfumklassikers "N°5" hat sich die französische Luxusmarke etwas Besonderes einfallen lassen: einen Adventskalender in edler Flakon-Optik. Kostenpunkt: 700 Euro, in den USA kostete er 825 US-Dollar. Natürlich ist die limitierte Auflage längst ausverkauft, und auf Ebay tummeln sich bereits Angebote für um die 1.500 Euro.

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Der Kalender startet, in Anlehnung an das ikonische Parfum "N°5", mit dem 5. Türchen, im Kalender befinden sich gleich 27 kleine Päckchen. Auch TikTokerin Elise Harmon gefiel das exklusive Stück und sie gönnte sich einen Chanel-Adventskalender. Beim Öffnen der ersten Türchen staunte sie allerdings nicht schlecht, denn: Statt erlesenen und wertigen Geschenken verbargen sich im Inneren des Kalenders zum Großteil Produkte in kleinen Reisegrößen, die in fast jeder Drogerie als Gratisproben verschenkt werden, wie zum Beispiel ein Schlüsselanhänger, eine Büroklammer, ein paar Sticker, ein Plastik-Armband, kleine Stoffbeutel (Dustbags) oder eine winzige Bodylotion-Probe. "Das muss ein Witz sein", so Elise Harmon geschockt.

Einzig am ersten Weihnachtsfeiertag, an dem es in den USA traditionell die Geschenke gibt, findet sich ein Produkt in dem Kalender, das den exorbitanten Preis rechtfertigt: eine Flasche Chanel N°5 im Wert von etwa 100 Euro.

Von der Ikone zum Social-Media-Gespött

Es dauerte selbstverständlich nicht lange, bis das Video von Elise Harmon viral ging (41 Millionen Views auf TikTok) und der Chanel-Adventskalender in den Sozialen Netzwerken buchstäblich auseinandergenommen wurde.

Wütende Kommentare tummeln sich nicht nur unter Elise Harmons Post, auch auf dem Instagram-Account @diet_prada, der dafür bekannt ist, Designkopien und andere Unstimmigkeiten in der Modeindustrie zu enthüllen, lief die Kommentarspalte heiß. "Sieht so aus, als würde Chanel den Frühjahrsputz schon im Dezember machen" stichelt eine Userin, "Was würde wohl Karl Lagerfeld dazu sagen?" fragen sich einige andere.

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Das Unternehmen selbst dürfte den Shitstorm inzwischen mitbekommen haben, doch eine entsprechende Reaktion von Chanel steht bislang aus. Der Account von Elise Harmon soll kurzerhand von Chanel blockiert worden sein. Der PR-Coup wurde so vollends zum Desaster.

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