AfD führt relativ gutes Abschneiden im Osten auf dortige Medienskepsis zurück

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AfD-Wahlkampfstand in Schwerin (AFP/John MACDOUGALL)

Die AfD sieht den Grund für ihr relativ gutes Abschneiden im Osten im Misstrauen der Menschen gegen die etablierten Parteien und die öffentlich-rechtlichen Medien begründet. "Die Menschen dort sind ganz anders sozialisiert", sagte AfD-Bundestagsfraktionsgeschäftsführer Bernd Baumann a Mittwoch dem Sender Phoenix. Sie hätten "eine ganz andere Kritik, ein ganz anderes Misstrauen von vorneherein".

Sie hätten in der DDR "schon mal öffentliche Medien kennengelernt, wo zwischen den Zeilen manipulativ berichtet wurde", sagte der AfD-Politiker weiter. "Da sind die vorsichtiger, da ist der Einfluss der Massenmedien begrenzter", so Baumann. Die AfD hatte in ihrem Wahlkampf stark auf die sozialen Medien sowie auf Präsenz vor Ort gesetzt.

Die AfD hatte bei der Bundestagswahl in Sachsen ihre Position als stärkste Kraft verteidigt, in Thüringen wurde sie erstmals stärkste Partei. In Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern wurde sie jeweils zweitstärkste Kraft.

Die AfD zieht mit 16 Direktkandidaten in den neuen Bundestag ein, allesamt aus Ostdeutschland. In Sachsen errang sie zehn, in Thüringen vier und in Sachsen-Anhalt zwei Direktmandate. Insgesamt umfasst die neue AfD-Bundestagsfraktion 83 Abgeordnete.

cha/mt

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