Die AfD nähert sich einer Entscheidung, die Deutschland völlig verändern dürfte — aber anders als gedacht

Business Insider Deutschland
Wie hast du's mit dem Regieren, liebe AfD? Diese Frage stellen sich immer mehr Parteifunktionäre.


Es ist die Gretchenfrage der deutschen Politik: Nun sag, wie hast du's mit der AfD? In Zeiten, in denen so gut wie jede Partei mit jeder koalitionsfähig scheint, bildet die rechtsnationale Partei eine klare Ausnahme. Mit der AfD will niemand regieren. Weder im Bund noch im Land. Obwohl: Es soll ja Stimmen in der sächsischen CDU geben, die das gar nicht so klar ausschließen würden. Schwamm drüber!

Die AfD grenzt sich ja gern selbst aus. Schwer vorstellbar, dass die Merkel-weg-Partei mit der der Noch-immer-Merkel-Union auf absehbare Zeit koalieren könnte, obwohl die beiden sich ideologisch wohl noch am nächsten stehen. Mit der CSU etwa kommt ein Bündnis nach der Landtagswahl nicht infrage. Und das trotz all der rhetorischen Paarläufe, die die beiden Parteien zwischendurch unternommen haben. Man denke nur an die Unwörter „Asyltourismus“ und „Anti-Abschiebe-Industrie“. Doch so langsam kommt auch in der AfD eine Diskussion in Gang, die früher oder später allen bei Wahlen erfolgreichen Parteien blüht. Nun sag, wie hast du's mit dem Regieren?

Teile der AfD wollen künftig auch mitregieren

Natürlich kommt der neueste Vorstoß nicht von einem Hardliner, nicht vom nationalistischen Flügel um den Thüringer Landesvorsitzenden Björn Höcke, der generell Regierungen mit angeblichen „Altparteien“ ablehnt. Vielmehr ist es mit Georg Pazderski einer vom moderaten Block, der die Diskussion vorantreibt. Eine Partei, die fast ein Fünftel der Wähler vertrete, könne nicht auf Dauer im politischen Abseits stehen, erklärte der stellvertretende Bundesvorsitzende in einem frisch veröffentlichten Positionspapier. Deshalb sei die AfD gefordert. „Sie muss ihre Regierungsfähigkeit möglichst bald herstellen und ihre Regierungswilligkeit deutlich machen.“

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