AfD-Parteitag befasst sich nicht mit Zukunftsantrag Petrys

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Vielsagende Mimik bei AfD-Chefs Meuthen (l.) und Petry

Niederlage für AfD-Chefin Frauke Petry: Der Bundesparteitag in Köln wird keinen Beschluss zu der von ihr gewünschten Richtungsklärung fassen. Der sogenannte Zukunftsantrag, mit dem Petry die Partei auf einen "realpolitischen Kurs" und das Ziel des Mitregierens festlegen wollte, kam am Samstag nicht zur Abstimmung. Auch ein Antrag des Landesverbands Bremen, das Ausschlussverfahren gegen den Thüringer Rechtsaußen Björn Höcke zu stoppen, wird nicht behandelt.

Mit großer Mehrheit stimmten die 600 Delegierten dagegen, die Tagesordnung zu ergänzen. Unter den abgelehnten Anträgen war noch ein weiterer Antrag Petrys, das Grundsatzprogramm um einen Antirassismus-Satz zu ergänzen.

Somit gab es auch keine Debatte über die von Petry geforderte Kursklärung, für die sie in ihrer Rede gleich zu Beginn des Parteitags eindringlich geworben hatte. Es gehe um die Frage, ob die AfD den Anspruch erhebe, breite Schichten der Bevölkerung zu erobern, die bisher durch das negative Außenbild der Partei abgeschreckt würden, sagte sie.

Im Anschluss stand zur Debatte, ob der Parteitag auch auf die Benennung von Spitzenkandidaten verzichtet. Anträge, die entsprechenden Tagesordnungspunkte komplett zu streichen, fanden aber keine Mehrheit.

Petry hatte am Mittwoch überraschend erklärt, sie stehe nicht als Spitzenkandidatin zu Verfügung. Ihr Ko-Parteichef Jörg Meuthen und andere Vorstandsmitglieder befürworten ein Spitzenteam mit mehreren Mitgliedern, darunter AfD-Vize Alexander Gauland.

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