AfD-Parteitag: Kölner Einzelhändler blicken mit gemischten Gefühlen auf Samstag

Am 9.Juni haben die Läden in Sürth von neun bis 22 Uhr geöffnet.

Die Stimmung in den Einzelhandelsgeschäften ist vor dem Wochenende gemischt.

Viele Inhaber in der Apostelnstraße, Ehrenstraße und Mittelstraße sind sich noch nicht sicher, ob sie am Samstag ihre Läden öffnen wollen. Im Vorfeld sind die meisten von der Polizei informiert worden, dass „mit erheblichen Beeinträchtigungen“ zu rechnen sei.

Unsicherheit über die Lage

„Ich bin eigentlich immer die erste, die in solchen Situationen sagt: »Wir haben auf«“, so Angela Hermes. Die Geschäftsführerin des Optikers Brille 48 hat schon viele Proteste in Ladennähe erlebt und dabei auch unangenehme Erfahrungen gemacht. „Aber diesmal habe ich mich noch nicht entschieden.“

Gegenüber in der Apostelnstraße hat Harun Arapoglu sein Schmuckgeschäft. Er sieht dem Wochenende gelassen entgegen und wird wie gewohnt seinen Laden öffnen.

„Es ist ja nicht so, als würde der Dritte Weltkrieg ausbrechen.“ Es seien schon so viele Demonstrationen, Fußballfans und unterschiedlichste Leute durch die Straße gezogen.

„Wenn Kunden kommen, freue ich mich. Wenn nicht, mache ich den Laden zu und gehe zum Sport.“

Andere sehen die Lage kritischer. Das Modegeschäft Apropos in der Mittelstraße wird seine Türen am Samstag gar nicht öffnen.

„Wir haben diese Entscheidung getroffen, damit unsere Mitarbeiter sicher sind“, erklärt Filialleiter Reza Makkari. Sowohl bei der Anfahrt als auch vor Ort sieht das Unternehmen ein Risiko für das Verkaufspersonal.

Der Kaufhof auf der Schildergasse hingegen hat sich entschieden, regulär zu öffnen. Allerdings habe man das Sicherheitspersonal aufgestockt, Brandschutz- und Ersthelfer seien in Bereitschaft, so eine Sprecherin.

„Viele Kunden werden gar nicht erst in die Stadt kommen“

Einig sind sich aber alle Händler, dass die Demonstrationen für sie Umsatzeinbußen bedeuten werden. „Viele Kunden werden gar nicht erst in die Stadt kommen“, sagt Jörg Hamel vom Einzelhandelsverband. Deshalb seien für den ohnehin kämpfenden Handel Verluste zu erwarten.

„Für uns ist das alles einfach sehr nervig. Können diese Demonstrationen nicht außerhalb von Köln stattfinden?“, sagt Lorael Bahcecioglu, Filialleiterin im Biofriseur Just Nature auf der Ehrenstraße.

Trotzdem werde das Geschäft öffnen, dann werde man sehen, ob die Kunden es zu ihren Terminen schaffen....Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta

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