AfD-Parteitag in Köln: Polizei rechnet mit Krawallen – 50.000 Demonstranten erwartet

Die Polizei versuche die Proteste zu kriminalisieren, so die Nika-Kampagne.

Der Polizei in Köln steht Ende April einer der größten Einsätze der vergangenen Jahre bevor. Mehr als 4000 Beamte werden rund um den AfD-Parteitag im Hotel Maritim am letzten Osterferien-Wochenende im Einsatz sein. Die Polizei bereitet sich auf Ausschreitungen aus dem linksextremen Spektrum vor.

Jürgen Mathies macht sich Sorgen

„Ich mache keinen Hehl daraus, dass ich mir Sorgen mache“, sagt Polizeipräsident Jürgen Mathies. Seine Behörde habe Erkenntnisse, wonach mehrere tausend Linksextreme aus ganz Deutschland und vermutlich auch aus dem benachbarten Ausland anreisen wollen. Der Bundesparteitag der AfD habe für das gewaltbereite linksextremistische Spektrum „eine hohe Anziehungskraft“, sagte Mathies.

Er zog Parallelen zum AfD-Parteitag in Stuttgart im vorigen Jahr und zur Eröffnung der neuen Zentrale der Europäischen Zentralbank in Frankfurt am Main 2015. Beide Ereignisse wurden von schweren Krawallen begleitet. In Frankfurt errichteten Demonstranten Barrikaden, zündeten Autos an, verletzten Polizisten und sorgten für einen Millionenschaden.

Polizeieinsätze in anderen Städten genau studiert

Zur Vorbereitung auf den Parteitag in Köln habe man diese Einsätze genau studiert, berichtete Mathies. Seine Beamten seien angewiesen, gegen Straftäter „konsequent und angemessen“ einzuschreiten.

Die Organisatoren verschiedener Protestbündnisse erwarten am Samstag, 22. April, insgesamt mehr als 50 000 Demonstranten in Köln – die große Mehrzahl von ihnen sei friedlich, betonte Mathies am Freitag mehrfach.

Gegendemos geplant

Die Veranstalter der beiden größten Versammlungen „Köln stellt sich quer“ und „Köln gegen Rechts“ wollen Kundgebungen auf dem Heumarkt abhalten und planen einen Aufzug durch die Innenstadt.

Zwischen den Ringen und dem Rheinufer herrscht an jenem Wochenende Ausnahmezustand. Der Rheinufertunnel und die Deutzer Brücke bleiben von Freitag bis Sonntag gesperrt. Auch die KVB-Bahnen werden nicht über die Deutzer Brücke fahren.

Anwohner und Geschäftsleute will die Polizei in den nächsten Tagen mit Postwurfsendungen über die zu erwartenden Einschränkungen informieren....Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta

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